15.12.2011 |

Fenster 15: Der Ohrwurm

pmac - Fotolia.com
Bild: pmac - Fotolia.com

Sie nisten sich unerwartet im Hirn ein und schlagen dort zu – manchmal für Stunden, manchmal aber auch für Tage, vor allem in der Weihnachtszeit – die Ohrwürmer.

Circa 98% der Bevölkerung wird von Zeit zu Zeit von einem Ohrwurm geplagt, hat der Londoner Marketing-Professor James J. Kellaris festgestellt.

Ohrwürmer sind sehr individuelle Geschöpfe, sie setzen sich bei jedem Menschen aufgrund einer anderen Melodie fest. Am ehesten bleiben dabei Musikstücke im Gedächtnis hängen, wenn sie einfach sind, Wiederholungen aufweisen und dabei leichte Unregelmäßigkeiten enthalten. Besonders perfide: Manche Songs werden sogar als Ohrwurm komponiert. Noch gemeiner wird die Sache mit den Ohrwürmern dadurch, dass ein Mensch nicht etwa ein ganzes Lied oder Musikstück hören muss, um ihn sich einzufangen. Geringste Teile einer Melodie reichen bereits aus, um den Ohrwurm zum Leben zu erwecken. Und das sogar dann, wenn dieser Melodiefetzen unbewusst wahrgenommen wurde, weil er beispielsweise aus einem fahrenden Auto erklang oder eine Mitmensch vor sich hinpfiff.

Den Wurm dann wieder loszuwerden, ist nicht ganz einfach. So mancher seiner Art bleibt tagelang bestehen, nur um just in dem Moment aufzutauchen, in dem sein Wirt (der Mensch) meint, ihn gottlob endlich vergessen zu haben.

Die Ratschläge, wie man den Ohrwurm wieder loswird, ähneln denen bei Schluckauf. Empfohlen wird etwa, ab hundert rückwärts zu zählen, einfach mal wieder auszuschlafen oder sich den Wurm als realen Wurm vorzustellen und ihn zu zertrampeln.

Weitere Hilfe und sogar Studien zum Thema liefert die Seite earwurm.com.

Und einen Ohrwurm zum Selbsttest liefern wir:

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