14.12.2010 |

Halbleitermarkt hat sich von Krise erholt

Der deutsche Halbleitermarkt wird laut Fachverband ZVEI in diesem Jahr um 38 Prozent auf über 9,5 Mrd Euro wachsen.

FRANKFURT (sp). Dr. Ulrich Schaefer, Vorsitzender der Fachgruppe Halbleiter Bauelemente im ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems, erläuterte, das Wachstum werde gestützt durch einen Umsatzanstieg von 17 Prozent bei Diskreten Bauelementen, Opto-Halbleitern und Sensoren/Aktuatoren sowie von 44 Prozent bei IC.

Rückgang in 2009

Im Jahr 2009 war der deutsche Halbleitermarkt um 24,6 Prozent auf knapp sieben Mrd Euro zurückgegangen. Der europäische Markt wird im Jahr 2010 mit 27 Prozent deutlich schwächer als der deutsche Markt wachsen. Weltweit wird der Umsatz um 33 Prozent auf 300 Milliarden Dollar steigen. „Der Mikroelektronikmarkt hat sich 2010 wieder von der Weltwirtschaftskrise erholt und ist auf den alten Wachstumspfad zurückgekehrt”, so Dr. Schaefer.

Deutschland

Dies bestätigen auch die Entwicklungen in Deutschland. Der Umsatz mit der Automobilbranche wird 2010 um fast die Hälfte wachsen. Mit 37 Prozent Marktanteil ist dies weiterhin das größte Segment. Mit einem ebenfalls starken Umsatzzuwachs von 38 Prozent und mit 30 Prozent Marktanteil stellt die Datentechnik weiterhin das zweitstärkste Kundensegment dar. Mit dem drittgrößten Umsatzzuwachs von 34 Prozent ist die Industrielektronik mit einem Marktanteil von 21 Prozent der drittgrößte Bereich. Die Umsätze im Bereich der Kommunikationstechnik wachsen um 16 Prozent (neun Prozent Marktanteil) und die Umsätze in der Konsumelektronik um 16 Prozent (drei Prozent Marktanteil). Somit bleiben Automotive, Datentechnik und Industrieelektronik die drei Stützpfeiler des deutschen Halbleitermarktes.

Marktanteile weltweit

Die regionale Verteilung der Marktanteile ändert sich nur wenig. Der Anteil Amerikas ist nach 2002 erstmals wieder etwas größer als der Japans, wohingegen Europa den geringsten Marktanteil aufweist. Die Region Asien/Pazifik behält ihren Platz als umsatzstärkste Region mit über 50 Prozent Marktanteil, wovon allein China knapp die Hälfte beisteuert.


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