19.01.2012 | Industrieelektronik

Überschwemmung in Thailand spült Geld in Kassen deutscher Leiterplattenhersteller

Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend kennzeichnet das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz. Ein Book-to-Bill-Ratio von 1,10 entspricht zum Beispiel einem Auftragseingang von 1,10 € bei 1,00 € Umsatz im gleichen Zeitraum.
Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend kennzeichnet das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz. Ein Book-to-Bill-Ratio von 1,10 entspricht zum Beispiel einem Auftragseingang von 1,10 € bei 1,00 € Umsatz im gleichen Zeitraum.

Bis auf einen schwachen Oktober zeigte sich der Leiterplattenmarkt im vergangenen Jahre laut ZVEI als stabil.

FRANKFURT (sp). In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres stieg der Umsatz um acht Prozent gegenüber Vorjahr. Im Oktober des vergangenen Jahres ging der Umsatz der Leiterplattenhersteller gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat allerdings um 16 % zurück, berichtet der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems.

 Der Auftragseingang im Oktober war überraschend hoch, er überstieg den vorangegangenen September und den Vorjahresmonat um 25 %. Grund für diesen außergewöhnlichen Sprung sind Überschwemmungen in Thailand. Die bei Bangkok angesiedelten und davon betroffenen Leiterplattenhersteller sind auf den Automobilsektor spezialisiert. Um Produktionsausfälle zu vermeiden, wurde auf Lieferanten in Deutschland zurückgegriffen. Es ist damit zu rechnen, dass es einige Monate dauert, bis die Schäden in Thailand behoben sind. Aufgrund des höheren Auftragseingangs stieg das Book-to-Bill-Ratio wieder auf 0,99. Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich um ein Prozent, da auslaufende Zeitverträge nicht verlängert wurden.

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