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30.11.2010 | Automatisierung

Phoenix Contact setzt auf Umwelttechnologien

Phoenix Contact setzt auf grüne Technologien und präsentiert Lösungen für Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen, Photovoltaik und die Energiedatenerfassung.
Phoenix Contact setzt auf grüne Technologien und präsentiert Lösungen für Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen, Photovoltaik und die Energiedatenerfassung.

Phoenix Contact identifiziert die Umwelttechnologien als derzeit wichtigsten Wachstumstreiber.

Sabine Spinnarke

BLOMBERG. Nach dem heftigen Einbruch im Krisenjahr geht es für den Automatisierer Phoenix Contact steil bergauf. Noch im vergangenen Jahr musste der Automatisierer ein Umsatzminus von 220 Mio Euro hinnehmen, was „für einen Mittelständler wie Phoenix Contact schon eine Nummer ist“, betont Roland Bent, Geschäftsftsführer Marketing und Entwicklung. Mit dem Tool Kurzarbeit gelang es dem Unternehmen auf Entlassungen zu verzichten und dabei sogar Investitionsvorhaben, wie die Erweiterung der Produktionsfläche des Werkes Lüdenscheid um 14 000 Quadratmeter, die des polnischen Werkes um 10 000 Quadratmeter wie geplant umzusetzen. Im Jahr 2009 wurde ebenfalls die neue Produktionshalle der Geräteanschlusstechnik in Blomberg mit 20 000 Quadratmetern fertig gestellt.

Kehrtwende

Inzwischen trat, laut Bent, eine deutliche Kehrtwende ein und die Umsätze des Unternehmens schnellten in die Höhe. Nach Einschätzung von Bent wird das Wachstum zum Ende des laufenden Jahres ein Plus von 35 % betragen, „und damit über dem Branchendurchschnitt liegen.“ Dieser beträgt für die Branche der elektrischen Automation laut Fachverband ZVEI in diesem Jahr ein Plus von 20 %.

Umwelttechnologien

Den Grund hierfür sieht Entwicklungsleiter Bent in den Produkten des Unternehmens. Insbesondere den Umwelttechnologien misst Bent eine hohe Bedeutung bei: „Die Umwelttechnologien werden die traditionellen Technologien überholen, was ihre treibende Kraft angeht.“ Für den Bereich Elektromobilität entwickelte Phoenix Contact gemeinsam mit einem chinesischen Leitkunden einen Ladestecker für Elektrofahrzeuge. Erwird in großen Stückzahlen in Lade-Infrastrukturen auf dem asiatischen Markt eingesetzt. Dieser bietet dem Mittelständler mehr Geschäftspotenzial, als der europäische – „die Macht der großen Zahlen“, so Bent. Phoenix Contact ist Partner der Innovationsallianz ‚Green Car Body‘. Initiiert wurde das Forschungsprojekt von der Volkswagen AG zusammen mit der Fraunhofer Gesellschaft. Ziel ist es Erkenntnisse zu gewinnen für die Konzeption einer Automobilproduktion, die bis zu 50 Prozent Energie einspart. Phoenix Contact steuert eine Lösung zur Energiedatenerfassung bei.

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