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02.02.2010 |

Rittal und Phoenix Contact vernetzen die IT-Infrastruktur

In Zukunft kann RiZone, die Management-Software für IT-Infrastruktur von Rittal, die elektrischen Leistungswerte eines Rechenzentrums direkt an der Quelle, dem Niederspannungshauptverteiler (NSHV), erfassen.
In Zukunft kann RiZone, die Management-Software für IT-Infrastruktur von Rittal, die elektrischen Leistungswerte eines Rechenzentrums direkt an der Quelle, dem Niederspannungshauptverteiler (NSHV), erfassen.

Im Data Center der Zukunft gilt es, ein effizientes Gesamtsystem zu formen. Software, Hardware und die physikalische IT-Infrastruktur sind miteinander optimal zu verketten, um kosteneffiziente Abläufe zu erreichen. Durch die Kooperation von Rittal mit Phoenix Contact wird dies erstmals auch direkt am Niederspannungshauptverteiler (NSHV), der für die Stromeinspeisung im Data Center zuständig ist, möglich.

In Zukunft kann die Management-Software für IT-Infrastruktur RiZone die elektrischen Leistungswerte eines Rechenzentrums direkt an der Quelle, dem Niederspannungshauptverteiler (NSHV), erfassen. Das ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Systemanbieter für energieeffiziente IT-Infrastrukturen Rittal und Phoenix Contact, Anbieter von elektrischer Verbindungs-, elektronischer Interface- und industrieller Automatisierungstechnik.

Neben der Erfassung des Gesamtstroms im NSHV werden auch die Werte nachgelagerter Abgänge, zum Beispiel die Stromaufnahme der Kühlsysteme und der Steuerschränke ermittelt und an RiZone übergeben. Auf diese Weise schafft Rittal die Grundlage für eine ganzheitliche Systemoptimierung und eine Effizienzsteigerung bei der Energienutzung im Rechenzentrum.

 

Die IT-Infrastruktur verbindet alle Komponenten und Lösungen im Rechenzentrum zu einem System. Mit der Management-Software RiZone können Rechenzentrumsbetreiber die Verbrauchs- und Leistungswerte der IT-Infrastruktur-Komponenten überwachen, steuern und so die Auslastung und den Effizienzgrad ihrer Anlagen einfach überblicken.

Die Kooperation erweitert RiZone jetzt um eine intelligente Stromverteilung, die Phasenstrom, Phasenspannung und Leistungsfaktor pro Phase erfasst und mit der Software managen kann. Die Anbindung an den NSHV erfolgt via SNMP (Simple Network Management Protocol) durch eine Datenerfassungslösung von Phoenix Contact mit dem Messgerät für elektrische Größen, das Elektrische Energie Management Modul (EEM).BERND_HANSTEIN

“Die Verwendung der SNMP-Kommunikation erweitert die Infrastrukturlösung von Rittal funktional um die intelligente Stromverteilung. RiZone liest über die gemanagte Steuerung Werte aus und wertet diese in Diagrammform aus. Diese Tabelle aus einzelnen Energiekennwerten erlaubt sowohl Rückschluss auf die Effizienz des gesamten Rechenzentrums als auch auf die einzelner Verbraucher – z. B. der Klimatisierung”, erläutert Frank Knafla, Senior Specialist Energy Efficiency bei Phoenix Contact das Prinzip.

Erste Anwendungen gibt es bereits – die Ergebnisse sprechen für sich, wie Bernd Hanstein, Hauptabteilungsleiter Produktmanagement System Solutions bei Rittal, ausführt: “Bei einem Kunden konnte der PUE-Wert (Power Utilization Effectiveness) des Rechenzentrums von 1,66 auf 1,30 gesenkt werden, was ein wirklich guter Wert ist. Allein im Bereich der Kälteerzeugung haben wir eine Reduktion des Energieverbrauchs von bis zu 50 Prozent erreicht.”

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