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IFR Statistical Department

06.07.2010 | Automatisierung

Roboter finden zurück zum Erfolg

2009 wurden rund 14 000 Industrieroboter verkauft. Dem IFR Statistical Department zufolge ist das weniger als die Hälfte der durchschnittlichen Jahresverkäufe zwischen 2005 und 2008 (etwa 37 000 Stück). Nun aber geht es für die Branche wieder aufwärts.
2009 wurden rund 14 000 Industrieroboter verkauft. Dem IFR Statistical Department zufolge ist das weniger als die Hälfte der durchschnittlichen Jahresverkäufe zwischen 2005 und 2008 (etwa 37 000 Stück). Nun aber geht es für die Branche wieder aufwärts.

Nachdem die Roboterverkäufe im vergangenen Jahr um bis zu 57 % im Vergleich zu 2008 eingebrochen sind, sehen Experten die Branche nun wieder im Aufwind.

von Annika Mentgen

FRANKFURT. Nach Angaben des IFR Statisitical Departments in Frankfurt schnellten die Roboterverkäufe im ersten Quartal dieses Jahres um über 50 % in die Höhe (im Vergleich zum ersten Quartal 2009). „Das ist der Beginn einer Erholung, die bis 2013 wieder zu weltweiten Verkäufen von annähernd 100 000 Industrierobotern jährlich führen kann“, erläutert Åke Lindqvist, IFR-Präsident, die aktuelle Situation. Das Niveau vom Spitzenjahr 2008 rücke damit wieder näher.

Großes Potenzial für den Absatz von Industrierobotern bietet nach wie vor die Automobilindustrie. Die Stichworte lauten hier neue Materialien, Hybrid-Fahrzeuge und Endmontage. „Die Autoindustrie wird auch in den nächsten zehn Jahren der Treiber für die Robotik sein“, sagt Olaf C. Gehrels, President und CEO von Fanuc Robotics Europe. Besonders Europa müsse hier automatisieren, damit die Fertigung nicht nach China abwandere. Auch Lindqvist schließt sich der Meinung an, dass die Automobilindustrie der größte Abnehmer von Industrierobotern ist – und mindestens noch fünf Jahre bleiben wird.

“Green Automation” ist Trend

Doch auch das Thema „Green Automation“ bietet den Roboterherstellern großes Potenzial und interessante Projekte. Auf der diesjährigen AUTOMATICA wurde das Thema – das auch gleichzeitig eine neue Initiative des VDMA Robotik + Automation betitelt – groß aufgezogen. Die Hersteller springen auf den „grünen“ Zug auf und bewerben ihre energieeffizienten Produkte. Nachhaltige und umweltschonende Produktion ist Trend.

Auch bei einigen Kunden der Roboterhersteller scheint der Begriff Energie-Effizienz bereits angekommen zu sein. „Seitens unserer Kunden haben wir verstärkt die Anforderung nach energieeffizienten Robotern erhalten“, sagt President und COO Wilhelm Seitz von Yaskawa Europe. Den Herstellern tut sich hier ein neues Geschäftsfeld mit neuen Anwendungen und neuen oder optimierten Produkten auf. Innovative Robotersteuerungen steigern die Energie-Effizienz. Roboter optimieren die Fertigung von Solarzellen und das Lackieren von Rotorblättern für Windkraftanlagen.

Laut einer Umfrage des IFR auf der AUTOMATICA zum weltweiten Automationspotenzial, in der die Roboterdichte in einzelnen Branchen beleuchtet wurde, bieten vor allem die wachsenden Branchen Pharma- und Kosmetik, die Medizintechnik sowie die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie interessante Entwicklungsmöglichkeiten für die Hersteller. Aber auch in der Metall- und Solarindustrie sei der Robotereinsatz noch weit entfernt von dem in der Automobilindustrie.

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