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21.08.2012 |

Roboter im Museum

Skelett des BioRob-X4-V3 (Bild: : Tetra GmbH Ilmenau, Dr. Andreas Karguth).
Skelett des BioRob-X4-V3 (Bild: : Tetra GmbH Ilmenau, Dr. Andreas Karguth).

‘Roboter sind mehr als bewegliche Computer’ – unter diesem Motto bereitet das weltweit größte Computermuseum, das Heinz-Nixdorf-MuseumsForum (HNF) in Paderborn eine neue Dauerausstellung vor.

PADERBORN (mg). In der Ausstellung werden die unterschiedlichsten Arten von Robotern zu sehen sein. „Von dem BioRob-Arm in der Bionikausstellung des LWL-Museum für Naturkunde in Münster war ich sofort begeistert. Er ist eine ideale Ergänzung unserer Robotersammlung“, so Dr. Stefan Stein vom Nixdorf Museum.

Der BioRob-Arm stellt durch sein bionisch inspiriertes Funktionsprinzip eine völlig neue Klasse von Roboterarmen dar. Die ultraleichte Konstruktion mit seinen elastischen Übertragungsmechanismen orientiert sich am Funktionsprinzip des menschlichen Arms.

Dieses Funktionsprinzip hat bereits 1995 der Biologe Prof. Bernhard Möhl von der Universität des Saarlandes erkannt und in einem Funktionsmuster umgesetzt. Die Weiterentwicklung zu einem industriefähigen Roboterarm begann 2006 unter Leitung von Prof. Oskar von Stryk von der TU Darmstadt in Kooperation mit der Technologiefirma TETRA GmbH aus Ilmenau.

„Anfänglich war der Roboterarm eine extrem spannende technologische Herausforderung. Mittlerweilen ist es ein gefragtes Produkt für Service- und Assistenzaufgaben in der Industrie und in der Forschung“, erklärt der Roboteringenieur und Geschäftsführer der Tetra GmbH, Dr. Andreas Karguth.

Das in der Ausstellung gezeigte Gerät ist das Skelett des ersten Prototyps des BioRob-Arms aus dem Jahr 2008 mit seinen filigranen Seilzug-Feder-Mechanismen, die in Verbindung mit Elektromotoren die Funktion von Muskeln nachbilden.

Der Robotik-Projektleiter und Konstrukteur Christian Trommer von Tetra ist begeistert: „Wir finden das schon Klasse, dass unser Roboterarm im Nixdorf Museum ausgestellt wird. Im Prinzip ist der ausgestellte technische Stand mit den ersten Fluggeräten von Otto Lilienthal vergleichbar. Ich bin gespannt, wie die Entwicklung weitergeht!“

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