28.02.2011 |

Sensorik: Zeit für den Sprung nach Asien

Interpoliert wächst die Sensorik-Branche seit 2004 jährlich um 7,3 % - blaue Linie.

Die Sensorik-Hersteller sind auf ihren gewohnten Wachstumskurs zurückgekehrt. Laut Fachverband AMA ist es Zeit, sich auf den chinesischen Markt zu konzentrieren.

 Sabine Spinnarke

WÜRZBURG. Mittlerweile verzeichnen die etwa 2 300 deutschen Sensorikhersteller wieder Wachstumsraten von etwa zehn bis 13 % (2010), so wie es die Branche vor dem Krisenjahr gewohnt war. „Die zumeist familiengeführten deutschen Unternehmen haben zusammen etwa eine Million Angestellte – inkluse Peripherie- und Komponentenhersteller – und setzen jährlich etwa 35 Milliarden Euro um“, beschreibt Wolfgang Wiedemann, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands für Sensorik (AMA), die Branche. „Nach der Krise, die ihren Tiefpunkt Mitte 2009 erreichte, setzte 2010 die Erholung rapide ein“, berichtet AMA-Geschäftsführer Dr. Thomas Simmons. Getrieben durch die Nachfrage wächst die Branche seit Jahrzehnten kontinuierlich und investiert entsprechend – mit Ausnahme von 2009 – etwa 6 %, Jahr für Jahr. Die Erwartungen an 2011 sind hoch: „Die Nachfrage steigt überproportional – überall wo der Begriff ‚smart‘ verwendet wird, handelt es sich um Produkte mit einem hohen Anteil an Sensoren.“ Reinhold Rösemann, Vorsitzender des Ältestenrates des Fachverbands AMA.

Aus diesem Grunde empfiehlt Reinhold Rösemann, Vorsitzender des AMA-Ältestenrates, den Herstellern sich verstärkt in Asien, genauer in China, zu engagieren – derzeit werden 85 % der Umsätze noch in Europa generiert: „Verschiedene Regionen dieser Welt entwickeln sich imposant. Wir können andere nur durch eigene Stärke in diesen Märkten daran hindern, dort zu investieren – Korea, Japan und Taiwan sind bereits dabei!“, so Rösemann.


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