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04.07.2011 | Automatisierung

Von der Industrie in die Gastronomie: Der Roboter, der Servietten faltet

Die weltweit erste Hightech-Serviettenfaltmaschine: Zwei Roboter von Denso falten im Team mittels Paddel und Kammgreifer die gestärkten Stoffservietten. (Bilder: David Schuschkleb)
Die weltweit erste Hightech-Serviettenfaltmaschine: Zwei Roboter von Denso falten im Team mittels Paddel und Kammgreifer die gestärkten Stoffservietten. (Bilder: David Schuschkleb)

Servietten falten ist eine Kunst, die ‚Mensch‘ länger üben muss. Dass Roboter diese Aufgabe übernehmen, scheint zunächst undenkbar. Sind sie doch sonst eher in der Industrie zu finden. Doch die Roboter erhalten auch Einzug in ‚fremdartige‘ Anwendungsgebiete, wie die weltweit erste Hightech-Serviettenfaltmaschine zeigt.

von Annika Mentgen

KORNWESTHEIM. Zur Kultur der gehobenen Gastronomie gehört die Kunst, Stoffservietten zu „brechen“. Doch diese Kunst ist mit viel Arbeit verbunden. Die Servietten werden in der Regel von Hand gefaltet, alle sollten identisch aussehen. Zusätzlich sind unterschiedliche Faltformen gewünscht. Bei rund 400 000 Servietten, die in einem Hotel pro Jahr gefaltet werden müssen, eine beachtliche Herausforderung.

Nach Angaben des Unternehmens Rofobox aus Kornwestheim benötigt ein Mitarbeiter für das Brechen einer Serviette mindestens 30 Sekunden, was zu jährlichen 3 333 Arbeitsstunden führt. Eine eintönige und wenig motivierende Tätigkeit für die Mitarbeiter, die ein Hotel oder einen Gastronomiebetrieb viel Zeit und Geld kostet. Zudem habe die Gastronomie ohnehin mit einer hohen Fluktuation und Fachkräftemangel zu kämpfen. Eintönige Tätigkeiten würden hier nicht gerade zur Sicherung des Personals beitragen.

Erleichterung könnte in Zukunft die neuartige Hightech-Serviettenfaltmaschine ROFOBOX (‚Robot Folding Box‘) der Rofobox GmbH bringen – weltweit die erste ihrer Art. Und gleichzeitig ein vollkommen neues Anwendungsfeld für Industrieroboter und Komponenten der Automatisierungstechnik.

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