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10.03.2010 | Automatisierung
Was bringt der Roboter wirklich?

Den Praxisnutzen einer Investition in Robotertechnik bereits im Vorhinein kennen – dies ermöglichen projektspezifische Tests im modernisierten ABB-Technikum.
FRIEDBERG (mg). Roboter realisieren ihren Nutzen, wenn sie Engpässe auflösen, die Produktivität steigern, die Produktqualität erhöhen, unangenehme Arbeiten erledigen oder einfach die Wettbewerbschancen verbessern. Könnte der Anwender vorher den Nutzen seiner Investition messen, würde er häufiger Roboter einsetzen.
Um dem Kunden vorher den Wert seiner Investition belegen zu können, bietet ABB Automation eine umfassende Dienstleistung. In Friedberg ist auf über 400 m2 Fläche ein Technikum mit zehn Robotern inklusive Anwendungsperipherie in fünf funktionsfähigen Zellen für externe Aufträge eingerichtet. Gegenstand der meist zwischen zwei Tagen und zwei Wochen dauernden Tests sind projektspezifische Entwicklungsaufgaben der Auftraggeber.
Sie formulieren die auf ihre Anwendung bezogene Anfrage. ABB Robotics konzipiert zuerst die Lösung inklusive Roboter-Offlineprogrammierung. Anschließend untersuchen die Automationsexperten am konkreten Werkstück in der Realität einer Roboterzelle, wie das erarbeitete Konzept gemäß der Anfrage zu verwirklichen ist. Sie führen es mit standardisierten projektunabhängigen Techniken, Ausrüstungen und Software aus. So hat der Kunde die Sicherheit, vorhandene und damit preisgünstige Module wählen zu können, verspricht ABB. Nach dem Versuch erhält er die exakte Lösungsbeschreibung, um auf dieser Grundlage interne Entscheidungen treffen zu können. Dazu gehören Programme, Parameter und alles was der Nutzer für die erfolgreiche Praxisumsetzung vor Ort benötigt. So hat er neben der „Gebrauchsanleitung“ die Sicherheit, dass diese Lösung funktioniert.
Zwei der fünf Zellen des Technikums sind fertigungsorientiert konzipiert: eine für die Produktion von Solarmodulen und eine für Schweißaufgaben. Die drei übrigen übernehmen für unterschiedliche Branchen technologieorientierte Aufgaben. Das kann z. B. das sichere Handling von Werkstücken mit „TrueView“ sein: TrueView erkennt Formen, Positionen und Merkmale. Oder es geht um das Bearbeiten von Werkstücken: Hier kommt „ForceControl“ zum Einsatz, die automatisierte Kraft- oder Drehmoment-Überwachung und -steuerung. Ebenso sind Lösungen für das schnelle Greifen, Positionieren und Palettieren von Einzelteilen mit dem FlexPicker möglich. In jedem Fall erhält der Kunde die sofort realisierbare Lösung seiner Aufgabe.
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