30.01.2012 | Beruf & Karriere

Bayern an der Spitze beim Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland

Für Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil steht die Anwerbung qualifizierter Fachkräfte ganz oben auf der Agenda. Foto: BStWIVT
Für Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil steht die Anwerbung qualifizierter Fachkräfte ganz oben auf der Agenda. Foto: BStWIVT

Bayern nimmt beim Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes einen Spitzenplatz ein und verweist Wettbewerber wie Baden-Württemberg und Hessen auf hintere Ränge..

München (kk). In den ersten sieben Monaten des letzten Jahres sind allein aus den USA, Österreich und Italien so viele Fachkräfte in den Freistaat gekommen wie in kein anderes Bundesland. „Die Daten zeigen: Bayern ist ausgesprochen attraktiv und bleibt eine der ersten Adressen, ein Magnet für die klügsten Köpfe aus aller Welt. Wir bieten diesen ‚High Potentials’ beste Lebens- und Arbeitsbedingungen, eine florierende Wirtschaft mit historisch niedrigen Arbeitslosenquoten und ein Klima der Offenheit und Toleranz ganz nach der bayerischen Devise ’Leben und leben lassen’”, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil zu den Ergebnissen.

Für Zeil steht die Anwerbung qualifizierter Fachkräfte ganz oben auf seiner politischen Agenda: „Unser Freistaat ist auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Wer hier blockiert, verkennt die Brisanz des Themas und schadet dem Wirtschaftsstandort Bayern. Ich jedenfalls werde alles dafür tun, dass unsere Unternehmen die Fachkräfte bekommen, die sie brauchen.“

Um dies zu erreichen, bereitet der Wirtschaftsminister eine neue Initiative vor: ‚Return to bavaria’. Deutsche und bayerische Fachkräfte, die im Ausland arbeiten und sich mit konkreten Rückkehrgedanken tragen, sollen bei ihrer Rückkehr in den Freistaat mit zahlreichen Maßnahmen gezielt unterstützt werden.

Zudem will Bayerns stellvertretender Ministerpräsident mit seinem Programm ‚Study and stay in bavaria’ möglichst viele ausländische Studenten nach ihrem Hochschulabschluss in Bayern halten: „Wer als Ausländer an einer deutschen Hochschule studiert, vielleicht sogar zu den Top-Leuten seines Jahrgangs zählt, dem müssen wir auch ganz direkt zeigen und sagen, dass er in Bayern willkommen ist und dass der Freistaat seine Talente braucht.“ Deshalb werde er in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Wissenschaftsministerium alle bayerischen Universitäten besuchen und dort gezielt ausländische Studenten und Absolventen ansprechen. „Wir dürfen diese jungen Talente erst gar nicht ziehen lassen“, gibt Zeil die Richtung vor. Wer einmal weg sei, sei für Bayern für lange Zeit, wenn nicht gar für immer verloren.

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