06.10.2011 |

Bosch baut mit 50 Mio Euro Hochschulförderung aus

Das neue Programm Bosch InterCampus soll helfen, die Forschungsbedingungen an den Universitäten zu verbessern (Bild: Robert Bosch).

Zum 125-jährigen Jubiläum weitet die Bosch-Gruppe ihr Hochschul­engagement aus. 15 Mio Euro aus dem Gesamtbetrag von 50 Mio Euro fließen dabei an deutsche Hochschulen.

Gunnar Knüpffer
Stuttgart. Im Jubiläumsjahr 2011 baut die Bosch-Gruppe ihre Hochschulförderung aus und startet eine neue globale Initiative. Mit einem Gesamtbetrag von 50 Mio Euro unterstützt das Unternehmen in den kommenden rund zehn Jahren Universitäten und Forschungsprojekte in Deutschland, China, Indien und den USA. Ziel der Initiative mit dem Namen „Bosch InterCampus Program“ ist es, die Forschungsbedingungen von Studierenden und Wissenschaftlern im universitären Umfeld nachhaltig zu verbessern und so den Fortschritt in den Zukunftsfeldern Umwelt, Energie und Mobilität zu beschleunigen. Als weltweit tätiges Technologie- und Dienstleistungsunternehmen will Bosch mit diesem Engagement auch seine gesellschaftliche Verantwortung unterstreichen und jungen Absolventen zugleich Zukunftsperspektiven bieten. Allein im Jahr 2011 stellt Bosch weltweit 9 000 Akademiker ein, davon 1 200 in Deutschland. „Mit der Förderung von Wissenschaft und Forschung investieren wir nicht nur in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens, sondern auch in die Zukunft einer globalen Gesellschaft“, sagt Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung.
Hierbei zählen Themen wie Energie, Umwelt und Mobilität zu den großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat Bosch sich entschieden, verstärkt in diese Forschungsfelder zu investieren. Im InterCampus Program werden daher ab 2011 Studierende und Wissenschaftler in den Bereichen Elektromobilität, Energieerzeugung, Energie-Effizienz und Emissionsreduktion forschen. Um hierfür beste Rahmenbedingungen zu schaffen, richtet Bosch neue Institute und Lehrstühle ein, weitet bereits bestehende aus und vernetzt Universitäten. Das Ziel: einen dynamischen Wissenstransfer anzuregen. In den kommenden Jahren fließen 15 Mio Euro aus dem InterCampus Program an drei deutsche Top-Einrichtungen. Das Budget teilen sich zu gleichen Teilen die RWTH Aachen, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Stuttgart. Bei allen Hochschulen unterstützt Bosch zukunftsträchtige Tätigkeitsfelder. In Aachen wird ein Lehrstuhl Erneuerbare Energien mit dem Schwerpunkt Windkraft und ein weiterer mit dem Fokus Produktionstechnik für Komponenten der Elektromobilität eingerichtet. Am KIT wird das Fördergeld unter anderem für den Ausbau der Professur für nanostrukturierte Funktionsmaterialien eingesetzt. Diese kommen etwa in der Materialforschung zum Einsatz.
5 Mio Euro werden bis 2024 an der Universität Stuttgart in die Einrichtung eines Instituts innerhalb des Robert Bosch Zentrums für Leistungselektronik fließen. Die Förderung soll die Verpflichtung exzellenter Professoren ermöglichen. „Mit unserem Engagement stellen wir die Weichen für eine vielversprechende Zukunft. Wir investieren in Innovationen, die der Gesellschaft dienen, die Umwelt schützen und die jungen Wissenschaftlern eine Perspektive bieten“, so Dr. Volkmar Denner, Bosch-Geschäftsführer für Forschung und Vorausentwicklung, Produktplanung und Technikkoordination.


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