08.02.2012 | Beruf & Karriere

Huber: „Menschen haben es verdient“

Berthold Huber, erster Vorsitzender der IG Metall: Das gute Jahr 2011 müsse jetzt bei der Höhe der Forderung mitbetrachtet werden (Bild: IG Metall).
Berthold Huber, erster Vorsitzender der IG Metall: Das gute Jahr 2011 müsse jetzt bei der Höhe der Forderung mitbetrachtet werden (Bild: IG Metall).

Die IG Metall begründet ihre Forderung nach einer Gehaltserhöhung um 6,5 % mit der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2011. Gesamtmetall meint, dass die Gewerkschaft maximal 3 % mit wirtschaftlichen Kennziffern begründen könne.

von Gunnar Knüpffer

LANDSBERG. Der IG Metall-Vorstand empfiehlt den regionalen Tarifkommissionen, 6,5 % höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zu fordern. Den letzten Tarifabschluss hatte die IG Metall im Februar 2010 noch mitten in der Wirtschaftskrise unterschrieben. 2010 sei aber nicht damit zu rechnen gewesen, dass sich 2011 zu einem wirtschaftlich so erfolgreichen Jahr für die Metall- und Elektroindustrie entwickeln würde, teilte die Gewerkschaft mit. „Die guten Ergebnisse kennen auch die Belegschaften, die diesen Erfolg möglich gemacht haben“, sagte der erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber. Sie hätten eine faire Einkommensverteilung redlich verdient. Darum müsse das gute Jahr 2011 jetzt bei der Höhe der Forderung mitbetrachtet werden.

Einhellig kritisierten VDMA und Gesamtmetall die Forderung nach einer Tariferhöhung um 6,5 %. „Die Forderung lässt sich nicht einmal im Ansatz rechtfertigen“,   sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse. „Der deutsche Maschinenbau hat das Vorkrisenniveau von 2008 – trotz des zweistelligen Wachstums im vergangenen Jahr – immer noch nicht erreicht.“ Der VDMA sehe Anzeichen einer Abschwächung im  Maschinenbau. So sanken die Auftragseingänge im November und Dezember im Vorjahresvergleich im zweistelligen Prozentbereich. Auch für die nächsten Monate erwartet der VDMA weiter sinkende Auftragseingänge. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegießer sagte: „Die Gewerkschaft kann maximal drei Prozent mit wirtschaftlichen Kennziffern begründen.“

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