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14.12.2011 |

Vom Wert der Kontakte durch ein MBA-Studium

Absolventen eines MBA-Studiums können ihre Kontakte später beruflich nutzen (Bild: Andrey Kiselev - Fotolia.com).
Absolventen eines MBA-Studiums können ihre Kontakte später beruflich nutzen (Bild: Andrey Kiselev - Fotolia.com).

Der Aufbau von Kontakten zu anderen MBA-Studenten gehört zur Kernkompetenz vieler MBA-Programme. Mit Alumni-Programmen wird diese Gemeinschaft lebendig gehalten, die beim späteren Austausch und bei der Karriere helfen soll.

Andrea Bittelmeyer
Hamburg (gk). Ein starkes Argument für ein MBA-Studium sind neben den Studieninhalten auch die professionell organisierten Alumni-Netzwerke der Hochschulen. Denn sie sind äußerst hilfreich beim Erfahrungsaustausch ebenso wie bei der Jobsuche. Wie viele wertvolle Kontakte ein MBA-Studium mit sich bringt, hat Francesco Galante erst bemerkt, als er schon mittendrin steckte. „Vorher war mir die große Bedeutung gar nicht so bewusst“, erklärt der gebürtige Italiener, der im Marketing- und Sales-Bereich des Stuttgarter Kühlmaschinenbauers Bitzer arbeitet. Sein Teilzeit-MBA-Programm an der Hochschule St. Gallen hat der studierte Maschinenbauer vor allem wegen des internationalen Rufs und der spannenden Studieninhalte ausgewählt. Dafür ist er von der engen Gemeinschaft der St. Galler MBAler jetzt umso begeisterter. „Für mich ist vor allem der rege Erfahrungsaustausch sehr bereichernd“, sagt der 41-Jährige. „Und natürlich helfen die Kontakte auch, wenn ein Absolvent auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist.“ MBA-Anbieter wie die Hochschule St. Gallen, aber auch die Universität Zürich, die Mannheim Business School und die HHL Leipzig wissen um diese Vorteile und fördern den Austausch unter den Studierenden und Absolventen durch eine aktive Alumni-Arbeit. Schließlich wollen sie für die beträchtlichen Studiengebühren auch einen optimalen Nutzen für die berufliche Weiterentwicklung bieten. Im Vergleich zu den meisten anderen Hochschulen betreiben sie einen erheblich größeren Aufwand, um ihre Studierenden untereinander zu vernetzen und auch selbst den Kontakt zu ihren Absolventen zu halten. „Das Netzwerk von Gleichgesinnten ist ganz klar ein Kernbestandteil unseres Konzepts“, sagt Professor Jens Wüstemann, Präsident der Mannheim Business School. Für viele Studierende sei dies auch bereits von Anfang an ein wichtiges Argument für einen MBA. Denn sie wissen: Sie können auch die Absolventen früherer und späterer Jahrgänge ansprechen und verfügen über ein dichtes Netzwerk in der internationalen Unternehmenswelt.
Die Alumni-Netzwerke organisieren zahlreiche Veranstaltungen, stellen Plattformen für die Kontaktaufnahme bereit und aktualisieren die Daten der Absolventen ständig. Ebenso kümmern sie sich darum, dass die Ehemaligen den Lehrplan bereichern, ihre Praxiserfahrungen und Case Studies aus den Unternehmen einbringen. Galante hat seit einer Woche sein Studium in St. Gallen abgeschlossen, innerhalb seiner Firma ist er bereits zum Leiter After Sales Markets aufgestiegen. Er ist sich sicher, dass er den Kontakt zu seinen Kommilitonen und der gesamten Hochschule nicht abreißen lassen wird. So hat seine Klasse bereits das nächste Treffen geplant. Zudem nimmt er als Ehemaliger an einer Tagung der Hochschule über Innovationen im Unternehmen teil. Auch hier wird er sicher wieder interessante Menschen aus der Wirtschaftswelt treffen. Aber auch die Verbindung zur Universität und den Professoren ist Galante wichtig. „Auch hier ergeben sich sehr viele Synergien“, ist er überzeugt. Viele seiner neuen Kontakte pflegt er direkt über Online-Plattformen wie Xing und Linkedin. In das St. Galler Alumni-Netzwerk will er aber auf jeden Fall auch eintreten.

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