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17.12.2010 |

„Wer ‚Dipl.-Ing.‘ abschafft, begeht eine Dummheit”

Die TU9 wollen den Titel Dipl.-Ing. nicht dem Master opfern (Bild: TU9).
Die TU9 wollen den Titel Dipl.-Ing. nicht dem Master opfern (Bild: TU9).

Führende Technische Universitäten wollen weiterhin den Titel ‚Dipl.-Ing.‘ vergeben.  Unterstützt werden sie von Sprachkritiker Wolf Schneider.


Gunnar Knüpffer

BERLIN. Neun große technische Universitäten, die sich  TU9 nennen, fordern,  dass der Titel ‚Diplom-Ingenieur‘ nicht für den Titel ‚Master‘ abgeschafft wird. Die Bologna-Reform hätte dies gar nicht gefordert. 

Hinter TU9 stehen die RWTH Aachen, die TU Berlin, die TU Braunschweig, die TU Darmstadt, die TU Dresden, die Leibniz Universität Hannover, das Karlsruhe Institute of Technology, die TU München und die Universität Stuttgart.

Unterstützung erfahren sie  von dem Sprachkritiker Wolf Schneider, der in einer Publikation meint: „Wer dieses grandiose Markenzeichen ‚Dipl.-Ing.‘ abschaffen oder auch nur verändern wollte, würde eine ungewöhnliche Dummheit begehen.“ Ob wir noch das Land der Dichter und Denker sind, darüber könne man verschiedener Meinung sein; unbestreitbar seien wir das Land der Erfinder, der Tüftler, der Ingenieure der Facharbeiter, die die besten Autos, die begehrtesten Maschinen der Welt bauen und das ‚Made in Germany‘ zum Inbegriff aller irdischen Zuverlässigkeit erhoben hätten. Schneider: „So darf man staunen, dass die deutsche Kultusministerkonferenz dem wichtigsten Menschen hinter dem ‚Made in Germany‘, dem Dipl.-Ing., seinen Namen aberkennen will.“

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