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13.12.2011 |

Audi startet Forschungsprojekt zu Energiespeichern

Frank Dreves, Vorstand Produktion der AUDI AG (rechts) und Ministerialdirektor Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas (BMBF) bei der Präsentation des Audi-Forschungsprojektes zu Traktionsbatterien (Bild: Audi).
Frank Dreves, Vorstand Produktion der AUDI AG (rechts) und Ministerialdirektor Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas (BMBF) bei der Präsentation des Audi-Forschungsprojektes zu Traktionsbatterien (Bild: Audi).

Mit einem neuen Forschungsprojekt unter dem Namen “eProduction” will Audi zusammen mit ausgewählten Partnern seine Kompetenz bei der Montage von Traktionsbatterien stärken und ein Serien-Produktionskonzept für die Energiespeicher von Elektroautos schaffen.

INGOLSTADT (ks). Das Projekt läuft über drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Rahmen der Hightech-Strategie IKT 2020 mit einem Gesamtbudget von 11,3 Mio Eurogefördert. „Mit eProduction machen wir den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zur Elektromobilität“, sagt Frank Dreves, Vorstand Produktion der Audi AG. Das Unternehmen schaffe Audi mit diesem Forschungsprojekt die Kompetenz, die Batteriesysteme und einige ihrer peripheren Komponenten selbst zu produzieren. „Damit werden wir in der Lage sein, elektrisch angetriebene Automobile in größeren Serien zu fertigen – auf eine Weise, die effizient, sicher, robust und nachhaltig ist“, so Dreves weiter.

Audi will durch das Forschungsprojekt die erforderliche Prozess- und Automatisations-Infrastruktur aufbauen – mit dem Ziel eines marktfähigen Produktionskonzepts für Hochvolt-Energiespeicher in BEVs (Battery Electric Vehicles). Die künftige Prozesskette beginnt mit den verwendeten Materialien, betrachtet Fragen des Leichtbaus und der Wertschöpfungstiefe, enthält neue Kontaktierungs- und Fügeverfahren und endet mit serientauglichen Prüfmethoden.

Audi hat zwei Unternehmen als Projektpartner gewonnen – die Software-Experten von Dassault Systèmes und die Konstruktions-Spezialisten von Fees Verzahnungstechnik. Dazu kommen sieben Hochschulen und Institute: die Technische Universität (TU) Dresden, die TU Chemnitz, die TU München, die Friedrich-Alexander Universität Erlangen, die Rheinische Fachhochschule Köln, die RWTH Aachen und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung Bremen.

Ein Schwerpunkt im Forschungsprojekt ist die Sicherheit der Mitarbeiter bei der Produktion der Hochvolt-Komponenten. Sie umfasst zahlreiche Aspekte – von der Qualifizierung der Personen über die Automatisierung gewisser Arbeitsschritte bis hin zur virtuellen Absicherung, die die späteren Produktionsschritte am Rechner auch unter ergonomischen Gesichtspunkten simuliert und analysiert. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Frage, wie bestehende Normen und Standards,
etwa bei der Schutzkleidung, für die Fertigung elektrischer Komponenten weiterentwickelt werden müssen.

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