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07.02.2012 | CleanTech
Bosch verschiebt Bau der Solar-Fabrik in Malaysia

Bosch hat seine Pläne für eine Solar-Fabrik in Malaysia revidiert. Der Baustart werde verschoben, sagte Siegfried Dais, der als stellvertretender Chef der Robert Bosch GmbH die Solar-Sparte verantwortet, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Grund sei offenbar eine technische Neuorientierung angesichts des Kostendrucks in der Branche, schreibt die Zeitung. “Wenn man zu früh investiert, läuft man Gefahr, sich womöglich auf einen weniger vorteilhaften Technologiepfad festzulegen”, so Dais. Es werde wohl bis Ende des Jahres dauern, bis die Entscheidung falle, entsprechend werde sich der Baubeginn verschieben.
Grundsätzlich halte Bosch am Engagement in der Solarbranche fest, sagte der Manager. Nach einer Konsolidierungsphase werde es in fünf Jahren noch 20 große Anbieter geben, lautet seine Prognose: “Wo wir in der Rangliste stehen werden, kann ich nicht voraussagen, aber auf alle Fälle wollen wir zu denen gehören, die Gewinne erzielen.”
Über Umsätze und Ergebnisse einzelner Geschäftsfelder gibt das Stiftungsunternehmen Bosch üblicherweise keine Auskunft. Das im Jahr 2009 formulierte Ziel, im Jahr 2011 einen Umsatz von einer Mrd Euro mit Photovoltaik zu erzielen, ist laut Dais allerdings nicht erreicht worden. Der Umsatz von Bosch Solar sei von 880 auf 800 Mio Euro zurückgegangen.
Damit könne Bosch ganz zufrieden sein angesichts der Tatsache, dass die Preise im vergangenen Jahr um 40% abgesackt seien. “Wir setzen alles daran, die Kosten für die Herstellung monokristalliner Zellen zu senken”, sagte Dais. Zudem werde sich Bosch verstärkt mit der Herstellung von Dünnschichtmodulen befassen, die bei Wirkungsgrad und Kosten noch Potential böten.
Für den bislang größten Photovoltaik-Markt Deutschland erwartet Dais, dass im Jahr 2019 die Preisparität zwischen konventionell erzeugtem Strom und Solarstrom erreicht sein wird. Bis dahin werde die Branche noch von der Förderung durch das Energie-Einspeise-Gesetz abhängig sein.
Mit Blick auf die angestrebte Neuregelung der Einspeisevergütung sagte Dais, er plädiere für kürzere Intervalle bei der Absenkung der Vergütung: “So vermeiden wir die Schlussverkaufsstimmung, die bisher vor jedem neuen Stichtag zu einer künstlich angeheizten Nachfrage geführt hat. Für die Industrie hätte das den Vorteil, dass sich der Absatz verstetigt.
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