27.03.2012 |

Centrotherm in den roten Zahlen

Angesichts des schwierigen Marktumfelds in der Solarbranche traut sich Centrotherm für das laufende Jahr weder einen Umsatz- noch einen Ergebnisausblick zu (Bild: Centrotherm).

Die Centrotherm Photovoltaics AG ist nach einem äußerst wechselhaften Jahr 2011 auch beim Konzernergebnis in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand für das Blaubeurener Unternehmen ein Fehlbetrag von 15,9 Mio Euro nach einem Plus von 51,1 Mio Euro im Vorjahr.

BLAUBEUREN (Dow Jones/ks)–Trotz des anhaltenden Sterbens deutscher Solarzellenunternehmen übt sich Centrotherm jedoch in Optimismus. Das Unternehmen sieht die derzeitige Krise auch als Chance. Die Photovoltaikbranche werde in Zukunft wieder vom weltweit steigenden Energiebedarf profitieren. Auch die deutsche Energiewende verspreche mittel- und langfristig erneut klingende Münze. Allerdings rechnet der Konzern für das erste Halbjahr 2012 noch nicht mit einem deutlich anziehenden Auftragspolster.

Über eine Dividendenzahlung schwieg sich Centrotherm in seiner Mitteilung aus. Zum Jahresabschluss 2011 verfügten die Blaubeurener über eine Liquidität von 137,6 Mio Euro.

Das verhagelte Ergebnis für 2011 hatte nach Unternehmensangaben zwei Gesichter. Im ersten Halbjahr konnte sich Centrotherm vor Aufträgen kaum retten. Der Boom brach mit dem dritten Quartal jäh ab. Es setzte ein ruinöser Preisverfall mit bedeutenden Überkapazitäten ein. Dazu kamen noch die europäische Staatsschuldenkrise und die damit einhergehenden Turbulenzen an den Finanzmärkten.

Insgesamt blieb Centrotherm auch im abgelaufenen Jahr ganz auf das Ausland gepolt. Der Exportanteil legte sogar noch um 0,7%punkte auf 95,4% zu.


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