07.10.2011 | CleanTech

Die KfW leitet die Energiewende ein

Offshore-Windpark: Um solche Projekte zu fördern, legte die KfW eine Sonderprogramm über insgesamt 5 Mrd Euro auf (Bild: Fotolia).
Offshore-Windpark: Um solche Projekte zu fördern, legte die KfW eine Sonderprogramm über insgesamt 5 Mrd Euro auf (Bild: Fotolia).

Um die Energiewende zu schaffen, will die KfW in den nächsten fünf Jahren 100 Mrd Euro zur Verfügung stellen. Ab 2012 steigt der Höchstbetrag im Programm „Erneuerbare Energien“ von 10 auf 25 Mio Euro.

Michael Vetter
Landsberg (gk). Mit dem Beschluss zum Atomausstieg bis 2022 ist nun auch offiziell, dass es enormer Anstrengungen bedarf, den Anteil der regenerativen Energien am Bruttostromverbrauch bis 2050 wie geplant von jetzt 17 % auf dann 80 % zu steigern. Nach Schätzungen der KfW müssten dazu bis 2020 im jährlichen Durchschnitt etwa 25 Mrd Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien, in die Steigerung der Energie-Effizienz sowie in den Bau zusätzlicher Gaskraftwerke und in den Netzausbau investiert werden.

Folgerichtig beabsichtigt die KfW, ihren Förderprogrammen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz höhere Prioritäten einzuräumen. So wurde zum Beispiel ein Sonderprogramm zur Förderung von Offshore-Windparks über insgesamt 5 Mrd Euro aufgelegt. Insgesamt will die KfW in den kommenden fünf Jahren in Deutschland etwa 100 Mrd Euro für Investitionen im Energiebereich bereitstellen. 2010 hatte die KfW ein Zusagevolumen für Energievorhaben im In- und Ausland von  23 Mrd Euro ausgewiesen. Nach eigenen Angaben hat sie, gemessen an der installierten Kraftwerksleistung, 2010 etwa 80 % aller neu in Deutschland gebauten Windkraftanlagen gefördert, während der Anteil der von der KfW geförderten Photovoltaikanlagen bei 40 % lag.

Aktuell beabsichtigt die KfW, in ihrem Programm „Erneuerbare Energien“ ab Januar 2012 den Kredithöchstbetrag von 10 Mio auf 25 Mio Euro zu erhöhen. Sie will damit zum Beispiel größere Onshore-Windkraftanlagen stärker fördern. Das Programm ermöglicht darüber hinaus Finanzierungen größerer Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung, von Photovoltaikanlagen, Solarkollektor- und Biomasseanlagen ebenso wie von Anlagen zur Wärmeerzeugung und zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien. Finanzierungen von Anlagen zur Erschließung und Nutzung von Erdwärme (Geothermie) sind ebenfalls möglich.
Betriebsverantwortliche finden aber auch in den ebenfalls von der KfW angebotenen ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogrammen interessante Finanzierungshilfen.

So unterstützt die Programmvariante „A“ eine Vielzahl betrieblicher Umweltinvestitionen in Deutschland. Diese ermöglicht Festzinssätze mit zehnjähriger Zinsbindung und drei tilgungsfreien Jahre. Vor allem kleinere Unternehmen können dabei mit besonders günstigen Zinssätzen rechnen. Bei der Variante „B“ werden Energieeffizienzmaßnahmen in Deutschland im Rahmen des  „Sonderfonds Energieeffizienz in KMU“ gefördert. Auch hier gelten die günstigen Zinssätze für kleine Unternehmen, Laufzeiten von in der Regel bis zu zehn Jahren und eine dreijährige tilgungsfreie Anlaufzeit. Konkret können bei diesen beiden Programmen beispielsweise Maßnahmen zur Vermeidung beziehungsweise Reduzierung von Luftverschmutzungen ebenso gefördert werden wie die Anschaffung diverser von Biogas- oder Erdgas betriebener Fahrzeuge beziehungsweise schwerer Lkw ab zwölf Tonnen Gesamtgewicht. Weiterhin sind Förderungen zur Abfallvermeidung, zur Altlastensanierung und zur effizienten Energieerzeugung möglich. Auch die Sanierung und der Neubau von  Gebäuden, wodurch erhebliche Energieeinspareffekte erzielt werden, gehören zum Leistungsumfang dieser Kreditprogramme.

Wer sich für diese oder andere Finanzierungsprogramme der KfW interessiert, sollten sich mit seiner Hausbank in Verbindung setzen und die Details einer möglich Antragstellung dort ebenso bereden wie die Details der Kreditkosten. Weitere Infos unter www.kfw.de.

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