21.12.2010 | CleanTech
E.ON Vertriebs-Chef ist Optimist

E.On Vertrieb Geschäftsführer, Dieter Bochmann ist Optimist. Auf einer Skala von eins bis zehn hofft er für 2011 auf ein Geschäftsjahr der Note acht. Was er für das Jahr sonst auf sich zukommen sieht, berichtet er im exklusiven Produktion-Interview.MÜNCHEN. (fr). Wie entwickelt sich voraussichtlich die Konjunktur in Ihrer Branche im kommenden Jahr?
Die deutsche Wirtschaft hat wieder angezogen. Unternehmen konnten aus der Kurzarbeit wieder in die Normalproduktion übergehen. Das macht sich auch in unserer Branche bemerkbar. Ich gehe davon aus und hoffe natürlich, dass sich dieser Trend auch im nächsten Jahr fortsetzen wird.
Vor welchen Herausforderungen stehen Sie in 2011?
In diesem Jahr haben wir den Großkundenvertrieb für Strom und Erdgas zusammengeführt. Eine Konsequenz unserer marktorientierten Ausrichtung. Heute können wir unsere attraktiven Strom- und Gasprodukte aus einer Hand anbieten. Erste Kunden beliefern wir bereits mit beiden Energieträgern. Das ist für uns eine große Chance, aber auch eine echte Herausforderung.
Welche Risiken könnten eine positive wirtschaftliche Entwicklung gefährden?
Als Vertriebschef ist für mich entscheidend, unsere Kunden zuverlässig, individuell und fair mit Energie zu versorgen, mit Dienstleistungen zu unterstützen und dabei eine langfristige Kundenbindung aufzubauen. Unter Gefahren verstehe ich alles, was diese Beziehung stören könnte!
Welches sind die wichtigsten Märkte?
Unser Heimatmarkt ist der deutsche. Selbstverständlich beliefern wir unsere Kunden aber europaweit mit Strom und Erdgas. Um den Anforderungen unserer international aufgestellten Kunden bestmöglich gerecht zu werden, betreut sie ein Key Accounter über Ländergrenzen hinweg.
In welchen Bereichen sind wichtige technologische Fortschritte zu erwarten?
Für unsere Branche gesprochen: Wir arbeiten auch im nächsten Jahr mit Hochdruck daran, das Thema „Elektromobilität“ weiter voranzutreiben. Dabei stellen wir unseren Kunden den kompletten Service zur Verfügung: von der Bedarfsanalyse und Beratung über die Installation der Ladeeinrichtung bis hin zur Wartung. Weitere spannende Themen finden sich beispielsweise auf dem Gebiet der Gebäudesanierung. Paradebeispiel ist die Entwicklung von so genannten Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen im Bereich der dezentralen Erzeugung. Vision ist dabei eine dezentrale Erzeugung von Strom und Wärme auf Erdgasbasis in Anlagen, die nur noch so groß wir ein Kühlschrank sind und in jeden Keller passen. Um nur zwei Beispiele zu nennen.
Bitte beurteilen Sie in einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) die Prognose für 2011.
Acht – ich bin und bleibe ein Optimist!
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