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04.02.2010 | Energie-Effizienz
Normungs-Roadmap für Smart Grid
Über 160 Teilnehmer diskutierten beim BMWi / VDE|DKE Symposium “E-Energy” über die Zukunft von E-Energy und Smart Grids.
Experten der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (VDE|DKE) stellten gestern in Berlin den Entwurf einer deutschen Normungs¬Roadmap für die neuen Technologiebereiche E-Energy und Smart Grid vor. “Die Roadmap soll eine nationale Standortbestimmung vornehmen und die E-Energy-Aktivitäten in Deutschland wirkungsvoll unterstützen”, erklärte Dr. Michael Zinke vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Bis zum 5. März 2010 hat die Fachöffentlichkeit die Möglichkeit, sich im Internet unter www.dke.de mit eigenen Kommentaren an der Roadmap zu beteiligen. Auf Basis der eingegangenen Kommentare werden VDE|DKE anschlie*end die Roadmap fortschreiben und diese am 21. April 2010 auf der Hannover Messe im Rahmen der Veranstaltung “Life-Needs-Power” vorstellen.
Die Bundesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung massiv steigern. Für die Realisierung von “Smart Grid” sind die Entwicklung neuester Technologien, eine umfassende Aufrüstung der IKT (Informations- und Kommunikationstech¬nologien) sowie Normen und Standards unerlässlich. “Der erforderliche Informationsfluss über die verschiedenen Stufen der Energieversorgung – von der Stromerzeugung über die Verteilung bis hin zu den Haushalten und damit auch zu den Haushaltsgeräten – stellt die grö*te Herausforderung dar”, sagte VDE|DKE-Normungs¬experte Johannes Stein. Wichtige Querschnittsthemen für Smart Grids sind Informationssicherheit, Datenschutz und die schnittstellenübergreifende Nutzung von Datenmodellen. Sie sind nicht nur in Bezug auf die Funktionsfähigkeit der Energieversorgungssysteme wichtig, sondern auch für die Akzeptanz der Anwender. Weitere Fokusthemen im Rahmen der Roadmap dienen der Umsetzung eines Energiezeugungs- und Lastmanagements als Grundlage für die Integration der dezentralen und Erneuerbaren Energieeinspeisung. Die notwendigen Normungsvorhaben hiezu bündelt VDE|DKE im Kompetenzzentrum E-Energy.
Die fluktuierende Einspeisung der Erneuerbaren Energien und die Einbindung einer Vielzahl von dezentralen Stromerzeugern, beispielsweise durch kleine Blockheizkraftwerke, machen ein neues Management der Energieversorgung notwendig. Eine sinnvolle Einbindung der hohen Zahl an Akteuren – vom Erzeuger über den Lieferanten, den verschiedenen Markt¬rollen und Dienstleistern bis hin zum industriellen, gewerblichen oder privaten Endkunden – wird nach Ansicht des VDE nur erfolgreich mit einem Ausbau an Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) möglich sein. Die Verbindung von neuen Technologien in Energietechnik und IKT zur Lösung der kommenden Herausforderungen in der Energie¬wirtschaft wird im weitestgehenden Sinne als Smart Grid bezeichnet. In Deutschland haben Wirtschaft und Politik schon frühzeitig seine Schlüsselbedeutung erkannt. Daher unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in ressortübergreifender Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Realisierung dieser Vision unter dem Namen E-Energy.
Gemeinsam mit dem BMWi veranstaltete die Normungsorganisation DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE am 2. Februar in Berlin das Symposium “E-Energy – von der Vision zur branchenübergreifenden Realisierung”. Über 160 Teilnehmer diskutierten über die intelligente Vernetzung von Energieerzeugung, -speicherung, -verteilung und -verbrauch sowie die dazu erforderliche Normung und Standardisierung.
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