04.06.2010 | Energie-Effizienz

RWE, Siemens und Münchner Stadtwerke bauen Offshore-Windpark

Die Konzerne RWE und Siemens werden gemeinsam mit den Stadtwerken München für mehr als 2 Mrd EUR einen Windpark auf offener See errichten.

MÜNCHEN (Dow Jones/rm). Der Essener Versorger bestätigte damit am Freitagmorgen das Vorhaben über das Dow Jones Newswires am Vortag unter Berufung auf Kreise berichtet hatte.

Auf die Siemens AG entfalle von dem Investitionsvolumen ein Betrag von 1,2 Mrd EUR. Ausgeführt werde das Vorhaben 18 km vor der Küste von Nordwales von einem Gemeinschaftsunternehmen. Daran werde RWE Innogy 60% halten, die Stadtwerke München hielten 30% und Siemens 10%, hatte ein Sprecher des Münchener DAX-Konzerns bereits am Donnerstagabend auf Anfrage von Dow Jones bestätigt.

Siemens werde für den Offshore-Windpark Gwynt y Môr 160 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt liefern und aufstellen sowie den Netzanschluss der Windturbinen übernehmen. Für fünf Jahre werde Siemens zudem die Wartung des Windparks übernehmen.

Für den Windpark lägen bereits alle erforderlichen Genehmigungen vor. Mit der Errichtung der ersten Fundamente werde Ende 2011 begonnen, hieß es von RWE weiter. 2014 solle der Windpark fertig sein und dann rund 400.000 britische Haushalte versorgen.

Gwynt y Môr sei der fünfte Offshore-Windpark, den RWE nicht nur entwickele sondern auch baue, wird Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, in der Mitteilung zitiert. Siemens verwies darauf, dass die Offshore-Windkraft einen enormen Wachstumsmarkt darstelle. Der Konzern habe sich früh in diesem Bereich engagiert und könne somit auf langjährige Erfahrung zurückblicken.

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