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08.03.2013 | Energieerzeugung
Schiefergas: Das Ende der erneuerbaren Energien?

In den USA fällt der Gaspreis aufgrund immenser Funde von Schiefergas. Bedeutet das nun das Ende der erneuerbaren Energien – vor allem für die deutsche Industrie?
von Thomas Isenburg und Dietmar Poll
(ks). Gerade in den Vereinigten Staaten kam es durch die Erschließung von nicht konventionellen Erdgasvorkommen in großen Tiefen, dem sogenannten ‚Schiefergas‘, zu einer Angebotsverbesserung bei diesem fossilen Rohstoff. Dieses Erdgas besteht vornehmlich aus dem einfachen Kohlenwasserstoff Methan.
Die USA steigerte im Jahr 2011 die geförderte Erdgasmenge um 6,5 % auf 651 Mrd Kubikmeter bei einem Schiefergasanteil von 30 %. Damit waren sie der größte Erdgasproduzent der Welt. Jedoch ist das Schiefergas in Europa umstritten und wird bislang nicht im größeren Maßstab genutzt. Welchen Einfluss hat jedoch der sinkende Gaspreis in den USA auf die erneuerbaren Energien in Europa? Energie- und Geoexperten nehmen Stellung.
Auch Europa könnte bei einer erfolgreichen Erschließung seine Ressourcensicherheit erhöhen, so die Energiestudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe aus dem Jahr 2012. In Deutschland gibt es in Südniedersachsen und Nord-Nordrheinwestfalen Schiefergasvorkommen. Nach durchgeführten Berechnungen beträgt das Volumen 13 Billionen Kubikmeter, von denen 10 %, also 1,3 Billionen ausgebeutet werden könnten, so die Energiestudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.
Schiefergas wird inzwischen weltweit als bedeutende Erdgasressource angesehen. Es soll als Brückenenergieträger beim Übergang zur angestrebten Deckung mit erneuerbaren Energien dienen. Dabei stehen jedoch auch Umweltauswirkungen der Schiefergaserschließung in der öffentlichen Diskussion.
Prof. Dr. Thomas Hamacher von der TU München meint zum Schiefergasboom befragt: „Die USA werden beim Gas und beim Öl zu einem der größten Produzenten.“ Hierzu hat die City Bank vorletztes Jahr eine Studie vorgelegt. Diese wird vom aktuellen BP Energieoutlook bestätigt. Der Outlook vom Januar 2013 sieht Steigerungen beim weltweiten Erdgasverbrauch bis 2030 vor. Nach Ansicht der Analysten des Mineralölkonzerns soll der Anteil der anderen fossilen Energieträger am Energiemix fallen. Insgesamt wird nach der Analyse des Outlooks der weltweite Energieverbrauch bis 2030 erheblich steigen. Dabei steigt insbesondere die Menge an verwendeten fossilen Energieträgern, jedoch auch die aus erneuerbaren Ressourcen umgewandelte Energiemenge, so die Studie des Mineralölkonzerns.
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