szmtag

15.03.2012 |

Exklusiv-Interview mit Satyasai Kiran Turlapati: Solon-Fertigung in Berlin bleibt bestehen

Satyasai Kiran Turlapati, Vorstandsvorsitzender von Microsol und Mitglied der Geschäftsführung der Solon Energy GmbH verspricht den Weiterbestand von 600 Arbeitsplätzen. Bild: Microsol
Satyasai Kiran Turlapati, Vorstandsvorsitzender von Microsol und Mitglied der Geschäftsführung der Solon Energy GmbH verspricht den Weiterbestand von 600 Arbeitsplätzen. Bild: Microsol

Mit der Übernahme von Solon taucht plötzlich der Name Microsol auf der deutschen Solar-Landkarte auf. Unser Mitarbeiter Tino Böhler sprach über den Solon-Deal exklusiv mit Satyasai Kiran Turlapati, Vorstandsvorsitzender von Microsol und Mitglied der Geschäftsführung der Solon Energy GmbH.

Wer ist Microsol, wer steckt dahinter?
Turlapati: Microsol produziert mit seiner hundertprozentigen Tochtergesellschaft in Fujairah (Vereinigte Arabische Emirate) hochwertige kostengünstige kristalline Solarzellen. Gegründet wurde das Unternehmen 2003 von indischen Photovoltaik-Ingenieuren mit über 25 Jahren Erfahrung in der Solarindustrie. Die Gründer waren die ersten Solarmodul-Produzenten in Indien. Microsol beschäftigt heute rund 325 Produktions- und Support-Mitarbeiter für eine Produktionskapazität von 150 MW, die im Laufe des Jahres 2012 auf 225 MW erweitert wird.

Warum hat Microsol Solon gekauft?
Turlapati: Zum einen kooperieren Microsol und Solon schon seit vielen Jahren in der Solarzellen-Technologie. Zum anderen ist Solon ist ein Innovationszentrum und steht für eine starke Marke mit hoher Qualität sowie innovative Produkten mit exzellentem Service. Dazu kommen die große Erfahrung und technische Expertise in der Produktion von Solarmodulen und im Bereich Kraftwerk. Dieses Wissen macht Solon sehr interessant für den indischen Markt, zu dem Microsol jetzt den Zugang verschafft. Solon seinerseits eröffnet Marktchancen in Europa und in den Vereinigten Staaten. Weitere Synergieeffekte können durch die kosteneffiziente Kombination aus Innovation und wettbewerbsfähiger Modulproduktion entstehen. Unser Ziel ist das gemeinsame Wachstum in den Kernmärkten, mit deutlichem Schwerpunkt auf Indien und in der MENA-Region, wo derzeit enorme Absatzpotenziale entstehen.

Was passiert mit den Mitarbeitern, was mit den Standorten?
Turlapati: 600 Mitarbeiter behalten ihren Arbeitsplatz innerhalb der neuen Solon-Gruppe. Einige Stellen entfallen, zum Beispiel weil die neue Solon Energy GmbH nicht börsennotiert ist. Die Standorte in Berlin/Adlershof (Deutschland), Tucson (USA) und Carmignano di Brenta (Italien) werden weitergeführt, eine Genehmigung der italienischen Wettbewerbsbehörden steht noch aus. Neue Standorte werden in den zukünftigen Märkten entstehen. In Berlin-Adlershof (Deutschland) bleibt die Fertigung erhalten, um die dort maßgeblich entwickelten Produktinnovationen, sowie Sonderanfertigungen und hochwertige Produkte zu testen und herzustellen.

Satyasai Kiran Turlapati, Vorstandsvorsitzender von Microsol und Mitglied der Geschäftsführung der Solon Energy GmbH verspricht den Weiterbestand von 600 Arbeitsplätzen. Bild: Microsol

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Beim Wasserkraftwerk Reißeck II in Kärnten, bei dem Bilfinger bereits vom Start an mit dabei war, liegt ein Ergänzungsauftrag vor. - Bild: Bilfinger

Bilfinger erhält Auftrag für österreichische Wasserkraftwerke

Der Engineering- und Servicekonzern Bilfinger hat für österreichische Wasserkraftwerke zwei Aufträge im Gesamtvolumen von rund 45 Millionen Euro erhalten. mehr

BMW und Daimler wollen ihre E-Fahrzeuge künftig per gemeinsam entwickelter Induktions-Ladestation mit Strom versorgen. - Bild: BMW

BMW und Daimler bauen Lade-Station für E-Autos

Die beiden Autohersteller BMW und Daimler arbeiten bei der Entwicklung einer Schnellade-Station für Elektroautos zusammen. Die Station soll die Hochvolt-Batterien des Fahrzeugs mittels Induktion, also berührungslos und ohne Kabel, aufladen. mehr

Anzeige

Günther Oettinger:

Oettinger sagt schnelle Prüfung der deutschen EEG-Pläne zu

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat eine schnelle Prüfung der neuen deutschen Pläne zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) angekündigt und erwartet eine Lösung des Konflikts zwischen Berlin und Brüssel. mehr

Trotz heftigem Widerstand will die Bundesregierung das Gesetz wie geplant am Freitag im Bundestag und zwei Wochen später im Bundesrat verabschiedet sehen. Am 1. August soll es in Kraft treten. - Bild: Michael Kirste

Bundesregierung will EEG-Gesetz ab August umsetzen

Die schwarz-rote Bundesregierung will die EEG-Reform gegen den heftigen Widerstand der Opposition bis Ende der Woche im Bundestag durchpeitschen. mehr



Suchen