23.03.2012 |

Photovoltaik: EEG-Novelle in der Kritik

Noch werden Solarparks errichtet. Doch die EEG-Novelle setzt die Unternehmen der Solarbranche gehörig unter Druck (Bild: Belectric).

Der Gesetzesvorschlag für neue Photovoltaik-Tarife (EEG-Novelle) stößt in der Öffentlichkeit auf immer mehr Kritik.

LANDSBERG (pd). Besonders die Stromerzeugung durch größere Solarparks oberhalb 10 MW soll ganz gestrichen werden. Dagegen mehrt sich in seltener Einheit Wiederstand aus Industrie und Ökologie gleichzeitig. Denn inzwischen können regionale Solarparks zusätzlich Netze stabilisieren und Blindleistung liefern. Sie arbeiten geräuschlos, vermeiden Bodenversiegelung und machen lange Transportwege überflüssig. Mit aktueller Dünnschicht-Technologie steigt zudem die klimarelevante CO²-Entlastung. Deutlich effektiver als die auf Hausdächern verbauten Siliziummodule soll die neue Technologie laut Herstellerangaben arbeiten. „Vor diesem Hintergrund“, so der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Carl Zeiss, Dr.-Ing. Peter H. Grassmann, der heute im Vorstand der Umwelt-Akademie tätig ist, „ist eine komplette und unmittelbare Streichung der Einspeisevergütung im Rahmen der EEG-Novelle völlig unverständlich.“ Grassmann fordert gemeinsam mit Branchenvertretern und Experten eine Streichung der 10 MW-Grenze und eine Überarbeitung der Novelle, die in dieser Woche im Bundestag verabschiedet werden soll.


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