Firmen
- Siemens AG
Wittelsbacherplatz 2
80333 München - REpower Systems AG
Alsterkrugchaussee 378
22335 Hamburg
Siehe auch
- Alstom will Indern Windanlagenbauer Repower abkaufen
- Indien: Glänzende Aussichten und enorm hohe Risiken
- Suzlon könnte REpower-Anteil für 500 Mio Dollar verkaufen
- Suzlon weitet Anteil an REpower auf 76% aus
- REpower weiterhin optimistisch für Windkraft-Branche
- REpower verzichtet auf Beherrschungsvertrag mit Suzlon
15.03.2012 | CleanTech
Siemens offenbar an Repower interessiert

Suzlon Energy erwägt offenbar den Verkauf seines deutschen Windanlagenbauers Repower. Erste Gespräche mit möglichen Käufern, unter ihnen auch die Siemens AG, habe der unter einer hohen Schuldenlast leidende indische Konzern bereits geführt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Von Eyk Henning, Dow Jones Newswires
FRANKFURT (ks)–Die Inder zögerten aber noch mit einem Verkauf. Suzlon hatte die Übernahme von Repower für 1,8 Mrd Euro eigentlich erst vergangenes Jahr abgeschlossen. Die Inder wollten damit ihr weltweites Wachstum antreiben. Angesichts des steigenden Drucks der Gläubiger wegen fällig werdender Schulden habe sich Suzlon-Chef Tulsi Tanti aber mit mehreren potenziellen Bietern getroffen, unter ihnen Schwergewichte wie General Electric, Siemens und die französische Alstom SA. Diese könnten bereits die Bücher von Repower prüfen, wie ein Informant sagte.
Der Verkauf des deutschen Unternehmens sei aber alles andere als eine ausgemachte Sache. “Kaufinteressenten seien nicht bereit, Suzlons Preisziel von 1,5 Mrd Euro und mehr zu erfüllen”, sagte eine Person. Die Bewertungen der Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien waren in den vergangenen Jahren eingebrochen. Europäische Windturbinenhersteller wie Repower oder der größere Rivale Vestas Wind Systems kämpfen mit einem schwierigeren Umfeld.
Dabei ist die Branche von mehreren Seiten unter Druck. Der stärkere Wettbewerb ausgehend von chinesischen Herstellern hat die Preise gedrückt. Zusätzlich stehen hinter den Fördergeldern für die Branche in Europa und den USA angesichts finanzieller Engpässe der Regierungen viele Fragezeichen.
Realistischer sei deshalb ein Preisziel für Repower von etwa 1 Mrd Euro, fügte die informierte Person hinzu. Offenbar habe Suzlon aber statt an einem Verkauf mehr Interesse daran, den deutschen Windanlagenbauer ins Rampenlicht zu stellen. Dadurch könne er indirekt die beunruhigten Gläubiger vom Unternehmenswert überzeugen und sich mögliche künftige Finanzierungen sichern. Die Wahrscheinlichkeit für einen Verkauf bewertet der Informant mit nicht mehr als 25%.
Eine andere Person sagte, dass es Spannungen zwischen dem Repower-Management und Suzlon gegeben habe. Angesichts begrenzter finanzieller Mittel bei Suzlon habe Repower gegenüber Wettbewerbern vor allem bei Geboten für Großprojekte einen Nachteil gehabt. Die konsolidierten Bruttoschulden der Inder lagen per Ende Dezember bei 137,05 Mrd Indische Rupien (knapp 2,1 Mrd Euro) – die derzeitige Marktbewertung von Suzlon liegt bei etwa 822 Mio Euro.
Ein Suzlon-Sprecher bezeichnete den Bericht als Spekulation. Alstom lehnte einen Kommentar ab; Siemens wollte sich zu einem möglichen Interesse an Repower nicht äußern.
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