06.10.2011 | CleanTech

SMA Solar strukturiert um

Gerätemontage bei SMA Solar: In dem Unternehmen soll es künftig drei eigene Divisionen für unterschiedliche Kundenzielgruppen geben (Bild: SMA Solar).
Gerätemontage bei SMA Solar: In dem Unternehmen soll es künftig drei eigene Divisionen für unterschiedliche Kundenzielgruppen geben (Bild: SMA Solar).

Der Solarzulieferer SMA Solar spürt die Krise in der Solarbranche und stellt sich neu auf. “Es gibt derzeit eine große Verunsicherung im Markt”, sagte Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon der Zeitung “Handelsblatt” (HB/Donnerstagausgabe).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Der Weltmarktführer für Wechselrichter, dem elektronischen Herzstück jeder Solaranlage, führt dies “auch auf die Eurokrise” zurück. Um schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können, will der Manager die Unternehmensstruktur nun umbauen. Künftig kümmert sich eine eigene Division um Kunden wie Energieversorger, die große Solarkraftwerke bauen, eine andere um klassische Solaranlagen für das Hausdach und eine dritte um Insellösungen für Schwellenländer.

Erst Ende September hatte die schwache Auftragslage im Handelsgeschäft mit Solarwechselrichtern SMA zu einer Gewinnwarnung für das laufende Gesamtjahr gezwungen. Für 2011 rechnet SMA nun mit einem Umsatz von 1,5 Mrd bis 1,7 Mrd Euro. Bisher hatte das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel eine Bandbreite von 1,5 Mrd bis 1,9 Mrd Euro in Aussicht gestellt. Beim operativen Gewinn rechnet der Solarzulieferer jetzt nur noch mit 220 Mio bis 300 Mio Euro (vorher: 315 Mio bis 475 Mio Euro).

Den Ausblick auf das kommende Jahr hat Urbon im Gespräch mit dem Handelsblatt bekräftigt. Er rechnet unverändert höchstens mit “einem moderaten Wachstum des Weltmarktes. Eine Stagnation können wir aber nicht ausschließen”, sagte er.

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