szmtag

22.03.2012 |

Solarworld erwartet 2012 sinkende Absatzpreise und Umsätze

Produktion bei Solarworld: Auch wenn die US-Tochter des deutschen Solarunternehmens einen kleinen Sieg gegen die chinesische Billigkonkurrenz  in den USA errungen hat, bleiben die Marktbedingungen schwierig (Bild: Solarworld).
Produktion bei Solarworld: Auch wenn die US-Tochter des deutschen Solarunternehmens einen kleinen Sieg gegen die chinesische Billigkonkurrenz in den USA errungen hat, bleiben die Marktbedingungen schwierig (Bild: Solarworld).

Die Solarworld AG erwartet 2012 keine Verbesserung der angespannten Branchenlage. Globale Überkapazitäten in der Solarbranche und das damit verbundene Preisdumping bei Modulen dürften die Absatzpreise weiter sinken lassen.

BONN (Dow Jones/ks)–Der Umsatz werde voraussichtlich weiter zurückgehen, schreibt der TecDAX-Konzern in seinem Geschäftsbericht. Der Vorstand schätzt die Risikolage des Konzerns als hoch, aber beherrschbar ein.

Wegen der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen im Solarmarkt könne der Absatz nicht eingeschätzt werden. Der Verkauf von Wafern dürfte zurückgehen, die Modulabsatzmenge will Solarworld aber steigern, auch durch die Erschließung neuer Auslandsmärkte. Dies soll dazu beitragen, die EBIT-Marge trotz sinkender Modulpreise langfristig zu stabilisieren. Für 2012 hat sich der Konzern zum Ziel gesetzt, ein positives operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu erreichen. 2013 sollen Umsatz und Ergebnis sich verbessern.

Im vergangenen Jahr hatten Abschreibungen und Wertberichtigungen unter anderem auf technologisch überholte Produktionsanlagen Solarworld in die roten Zahlen stürzen lassen. Das EBIT brach wegen hoher Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und Wertberichtigungen im Umlaufvermögen auf minus 233 Mio Euro ein. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten sank auf 1,05 von 1,30 Mrd Euro. Unterm Strich blieb 2011 ein tiefroter Konzernverlust von 299,3 Mio Euro, nach einem Gewinn von gut 87 Mio Euro im Vorjahr.

Weitere Aktuelle News

Der Energiekonzern Areva hat aktuell zusammen mit GDF, SUEZ, EDP Renewables und Neon Marine einen Großauftrag des französischen Staates zur Installation und zum Betrieb von Offshore-Windparks in der Normandie sowie vor den Inseln Yeu und Noirmoutier erhalten. - Bild: Areva Wind/Jan Oelker

Areva schwächt deutsche Windkraft-Standorte

Der französische Energiekonzern Areva investiert in eine Windkraftanlagenfertigung in Le Havre und schickt deutsche Mitarbeiter in Kurzarbeit. mehr

Beim Wasserkraftwerk Reißeck II in Kärnten, bei dem Bilfinger bereits vom Start an mit dabei war, liegt ein Ergänzungsauftrag vor. - Bild: Bilfinger

Bilfinger erhält Auftrag für österreichische Wasserkraftwerke

Der Engineering- und Servicekonzern Bilfinger hat für österreichische Wasserkraftwerke zwei Aufträge im Gesamtvolumen von rund 45 Millionen Euro erhalten. mehr

Anzeige

BMW und Daimler wollen ihre E-Fahrzeuge künftig per gemeinsam entwickelter Induktions-Ladestation mit Strom versorgen. - Bild: BMW

BMW und Daimler bauen Lade-Station für E-Autos

Die beiden Autohersteller BMW und Daimler arbeiten bei der Entwicklung einer Schnellade-Station für Elektroautos zusammen. Die Station soll die Hochvolt-Batterien des Fahrzeugs mittels Induktion, also berührungslos und ohne Kabel, aufladen. mehr

Günther Oettinger:

Oettinger sagt schnelle Prüfung der deutschen EEG-Pläne zu

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat eine schnelle Prüfung der neuen deutschen Pläne zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) angekündigt und erwartet eine Lösung des Konflikts zwischen Berlin und Brüssel. mehr



Suchen