13.01.2012 |

Vorschau Hannover Messe – MobiliTec

Elektrofahrzeuge spielen im Rahmen der Leitmesse 'MobiliTec' eine große Rolle auf der Hannover Messe. (Bild: Hannover Messe).

Das ganze Spektrum der Elektromobilität zeigt die MobiliTec auf der Hannover Messe – angefangen von hybriden und elektrischen Antriebstechnologien, über mobile Energiespeicher und Ladeinfrastrukturmöglichkeiten, bis hin zu alternativen Technologien.

von Lothar Lochmaier

HANNOVER/BERLIN (pd). Vertreten sind dabei in unmittelbarer Nachbarschaft zur Leitmesse Energy mehr als 150 Aussteller.Fünf Kernthemen und acht Leitmessen bündelt die wichtigste globale Leistungsschau der Industrie. „Die Hannover Messe setzt den Schwerpunkt zwar nicht direkt beim Automobil, sie bringt jedoch unternehmensübergreifend alle Akteure zusammen, um der Elektromobilität auf breiter Front zum Durchbruch zu verhelfen“, betont Dr. Wolfram von Fritsch, Vorsitzender des Vorstandes der Deutsche Messe AG.

In den Querschnittsbereichen Speichertechnologien, Fahrzeugintegration und Ladeinfrastruktur vertreten seien zahlreiche namhafte Vertreter aus der Industrie wie etwa Johnson Controls, ZF Friedrichshafen oder Lenze. Denn die Industrie biete zahlreiche Lösungen an, die bereits praxistauglich seien, so von Fritsch weiter. Diese könnten jetzt gerade in städtischen Ballungsräumen die Elektromobilität um neue Anwendungen bereichern.

Insgesamt soll die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren rund 17 Milliarden Euro in alternative Antriebskonzepte investieren. Rund 980 Millionen Euro stehen allein im Rahmen der Nationalen Entwicklungsallianz bereit, um deutsche Batterieentwickler im internationalen Wettbewerb nach vorne zu befördern.

„Sechs Leuchtturmprojekte widmen sich neben Forschung und Entwicklung vor allem der Normung und Qualifizierung“, skizziert Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender des Lenkungskreises der Nationalen Plattform für Elektromobilität (NPE) und Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.

Ohnehin handle es sich bei der deutschen Normungsroadmap um einen „industriepolitischen Modellfall bei der Suche nach einheitlichen Standards“. Aktuell fördere der Zusammenschluss beispielsweise eine wegweisende Pilotanlage im Kompetenzzentrum Ulm, in das sich rund 20 Konsortien im Bereich Batterieentwicklung eingebracht hätten, so der Experte weiter.

„Bei uns ist die Elektromobilität längst angekommen“, ergänzt Maik Manthey, Bereichsleiter Elektronische Systeme und Antriebe bei der Linde Materials Handling GmbH. Das Unternehmen strebt etwa bei E-Staplern und Landmaschinen eine weltweit führende Rolle an. Gerade in der Mobilhydraulik gebe es kaum ein Antriebssystem, das ohne Elektronik denkbar sei.


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