04.01.2012 | CleanTech

Windturbinenhersteller Vestas verfehlt eigene Ziele

Windpark von Vestas: Der dänische Herstellers von Windkraftanlagen erwartet nun für 2011 nur ein ausgeglichenes Ergebnis anstatt des angepeilten Gewinns (Bild: Vestas).
Windpark von Vestas: Der dänische Herstellers von Windkraftanlagen erwartet nun für 2011 nur ein ausgeglichenes Ergebnis anstatt des angepeilten Gewinns (Bild: Vestas).

Der weltweit größte Hersteller von Windturbinen, Vestas, hat im abgelaufenen Jahr seine eigenen Ziele deutlich verfehlt. Die Kosten seien höher als erwartet ausgefallen, und die Umsätze aus einigen Aufträgen müssten ins Jahr 2012 verschoben werden, teilte das dänische Unternehmen am Dienstag mit.

KOPENHAGEN (Dow Jones/ks)–Vor Zinsen und Steuern kündigte Vestas auf Grundlage vorläufiger Berechnungen nur noch ein ausgeglichenes Ergebnis für 2011 an. Zuletzt hatte der Konzern hier eigentlich einen Gewinn von 255 Mio Euro erwirtschaften wollen. Auch der Umsatz soll mit 6 Mrd Euro geringer ausfallen als gedacht, hier hatten die Dänen mit 400 Mio Euro mehr gerechnet. Das Verfehlen der Prognose begründete Vestas damit, dass Aufträge statt im vierten Quartal 2011 nun im ersten Quartal 2012 gebucht werden.

Mit dem Auftragseingang wischte Vestas aber Sorgen über eine möglicherweise anhaltend schwache Geschäftsentwicklung beiseite. Mit Bestellungen über 7,4 Mrd Euro im vergangenen Jahr liege der Order-Eingang im Rahmen der Schätzungen, teilte Vestas mit. Auch der Blick auf das vierte Quartal zeigt kein schlechtes Bild. Hier verdiente das Unternehmen 85 Mio Euro vor Zinsen und Steuern. Im dritten Quartal hatten die Dänen noch einen EBIT-Verlust von 92 Mio Euro geschrieben.

Alternative Energieerzeuger hängen immer noch stark von staatlichen Subventionen ab, und die werden in jüngerer Zeit tendenziell zurückgefahren. Insbesondere die europäischen Regierungen dürften angesichts der Staatsschuldenkrise die junge Branche nicht mehr im bisherigen Umfang stützen.

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