22.03.2012 | Fabrik des Jahres

Neubauer: Es gibt kein Auto für die ganze Welt

Prof. Dr.-Ing. Werner Neubauer
Prof. Dr.-Ing. Werner Neubauer

Als Keynote Speaker auf dem diesjährigen Kongress Fabrik des Jahres gab Prof. Dr.-Ing. Werner Neubauer, Markenvorstand der VW AG, Bereich Komponente, Volkswagen AG, Wolfsburg, Einblicke in aktuelle Trends der Automobilindustrie.

von Sabine Leikep

DRESDEN. Zwar ist es erfreulich, dass die Nachfrage aus Asien steigt. Doch die neuen Märkte verlangen noch mehr Flexibilität von den Automobilherstellern. Riesige Absatzmärkte in China und Indien stellen die Automobilhersteller vor neue Herausforderungen. Mit dem einfachen Export der gängigen Modelle ist es nicht getan. „Ein Auto für die ganze Welt geht nicht“ stellt Prof. Neubauer fest. Man müsse für die jeweiligen Länder „Best of Local“ bauen und die  gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Man müsse aufpassen, nicht  in die Falle des Baukastens zu tappen. So unterscheide sich zum Beispiel die Entwicklung in den aufstrebenden Märkten erheblich. In Indien herrschten andere Bedürfnisse und es gehe alles nicht so schnell wie in China.

Indien und China beginnen damit, eigene Automobile zu bauen. Laut Prof. Neubauer  werden die ursprünglichen Automobilisten einen Teil des Wachstums an die Asiaten abgeben. Zudem müsse man damit rechnen, dass Exportfahrzeuge aus Indien und China zu uns kommen werden.

Eine weitere Herausforderung für Automobilhersteller sei die Entwicklung alternativer Antriebe und ein Wandel in den Kundenanforderungen hier zu Lande. Für junge Menschen habe das eigene Auto nicht mehr den hohen Stellenwert wie für die Generation davor. Leasingangebote und neue Mobilitätskonzepte seien Alternativen zum Kauf eines PKW.

Hier gäbe es noch viel zu lernen. Ein Ziel müsse es sein, dass Deutschland in der Technik der Batterien führend werde. Er betont jedoch: “Es wird evolutionär sein, nicht revolutionär.

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