szmtag

02.02.2012 |

Weltneuheit: Wasserstrahl-Hochdruckpumpe mit Servoantrieb

Der Wasserstrahl-Spezialist BHDT entwickelte eine Weltneuheit. Er bietet eine Hochdruckpumpe mit Servoantrieb an.

BISCHOFSHOFEN (hi). Zum Start in das Jahr 2012 nutzte die BHDT GmbH den traditionellen Innovations-Gipfel seines bevorzugten Sparringspartners in Sachen Wasserstrahltechnologie, STM, für eine spektakuläre Weltpremiere: Die Präsentation der ersten BHDT-Hochdruckpumpe mit Servo-Antrieb. Über 120 Anwender aus ganz Europa konnten sich im Test- und Schulungszentrum des renommierten Wasserstrahl-Spezialisten von den mannigfaltigen Vorzügen dieser Konstruktion überzeugen. Als ideale Komponente für die effizienz-optimierten STM-Systeme arbeitet die neue Hochdruckpumpe mit einer Antriebsleistung von 37 kW, einem maximalen Betriebsdruck von 4.000 bar und einer Fördermenge von 3,8 l/min deutlich präziser, energieeffizienter und geräuschärmer. Dank der stufenlosen Druckregelung kann zudem ein breiteres Spektrum an Materialien geschnitten werden. Dabei arbeitet die „Servotron 40.37“ störungsfreier sowie verschleißärmer und erhöht damit zusätzlich ihre Lebensdauer. Ab April 2012 wird die neue Hochdruckpumpe für STM-Systeme adaptiert und auch für Bestandsanlagen nachrüstbar sein. Sie kostet ab 50.000 Euro. Eine sinnvolle Investition für nahezu alle Anwendungsbereiche, wenn man bedenkt, dass die Hochdruckpumpe bei einer Auslastung von 75 Prozent (Schneidbetrieb zu Stillstand) und einschichtigem Betrieb (2.000 Std.) allein eine Stromersparnis von ca. 3.000 Euro pro Jahr ermöglicht.

Der Antrieb der neuen „Servotron 40.37“ von BHDT erfolgt über einen hochdynamischen frequenzgeregelten Servomotor. Dieser erhöht die Energieeffizienz um etwa 15 Prozent im Vergleich zu Asynchronmotoren. Die unter Öl im Hydrauliktank eingebaute Hydraulikpumpe reduziert den Schallpegel und erhöht die Lebensdauer der Pumpe. Die Verschleißfestigkeit der Hydraulikkomponenten wird auch durch die niedrigere Betriebstemperatur im Ölkreislauf optmiert. Das ist aber nur einer von vielen Vorteilen. Die stufenlose Druckregelung von 100 bis 4000 bar minimiert außerdem Produktionsfehler und erweitert das Anwendungsspektrum signifikant. Das gilt vor allem für das Schneiden von spröden Materialien wie bspw. Glas, da beim Anschießen praktisch keine Druckschwankungen mehr auftreten.

Abgesehen von den geringen Druckschwankungen von nur +/- 1% bei Volllast verhindert die neue Pumpe das Überschwingen und minimiert so Druckeinbrüche beim Aus- und Einschalten des Wasserstrahls. Das schont außerdem den Komponentenverschleiß. Die Energiebilanz fällt ebenfalls äußerst positiv aus: Bei geschlossener Düse verbraucht der Servomotor keinerlei Strom. Wird die Pumpe eingeschaltet sorgt der Sanftanlauf für reduzierte Stromaufnahme. Das führt bei einer Auslastung von 75 Prozent (Schneidbetrieb zu Stillstand) und einschichtigem Betrieb (2.000 Std.) in Abhängigkeit vom Stromtarif zu einer jährlichen Stromersparnis von ca. 3.000 Euro. Komplizierter wird die Handhabung der Pumpe nicht. Im Gegenteil: Durch eine Profibus-Anbindung und ein in die Steuerung integriertes Logbuch wird das Arbeiten noch komfortabler. In STM-Anlagen ist die Pumpensteuerung per Netzwerkkabel in die Steuerung der Wasserstrahlschneide-anlage integriert. Nicht zuletzt deshalb kann die „Servotron 40.37“ auf der ganzen Linie als Quantensprung bezeichnet werden. Ein entsprechendes Gewicht wird sie künftig als serienmäßige Komponente im STM Modulsystem haben.

STM ist ein führender Anbieter von Wasserstrahlschneidesystemen mit Sitz in Bischofshofen Österreich. Seit über 20 Jahren entwickelt das Traditionsunternehmen zukunftsfähige Produktionslösungen vor allem für die Stahl-, Aluminium-, Metall-, Kunststoff-, Stein- und Glasindustrie, die sich vor allem durch Effizienz, Bedienungskomfort und Verschleißfestigkeit auszeichnen. Neben zukunftsweisender Technologie und serienmäßiger Qualität legt STM besonderen Wert auf innovativen Fullservice. Damit gewährleistet der Markenhersteller, dass die individuellen Fertigungsprozesse seiner Klientel kontinuierlich den aktuellen Anforderungen angepasst werden. In Entwicklung und Vertrieb arbeitet STM mit dem Schweinfurter Unternehmen Maximator JET GmbH in Deutschland zusammen. Maximator JET setzt wegen Zuverlässigkeit und Qualität auf STM Anlagen.

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Der augenblickliche Boom um das 3D-Drucken hinterlässt den Eindruck, als wäre soeben erst einen neue Technologie geboren. Dabei gibt es Anwendungen aus der Stereolithografie schon seit Jahrzehnten. - Bild: hopsalka/Fotolia

US-Industrie will Weltmarktführer bei 3D-Druckern werden

Ein amerikanischer Traum: In den USA ist das Thema 'Reindustrialisierung' derzeit nicht wegzudenken. Ein Industriezweig, in dem die USA Weltmarktführer werden wollen, ist der 3D-Druck. mehr

Für Mats Rahmström, Chef des Atlas-Copco-Konzernbereichs Industrietechnik, ist Henrob eine gute Ergänzung zum bestehenden Atlas-Copco-Portfolio. - Bild: Atlas Copco

Atlas Copco will Henrob übernehmen

Der schwedische Konzern Atlas Copco steigt in das Geschäft mit Stanznieten ein und plant die Akquisition des britisch-amerikanischen Stanzniet-Spezialisten Henrob. mehr

Mit der neuen EHF-Technologie will Schuler den Energieverbrauch hydraulischer Pressen um bis zu 60 Prozent senken. - Bild: Schuler

Schuler senkt Verbrauch hydraulischer Pressen

Schuler hat eine neue Technologie vorgestellt, die den Energieverbrauch hydraulischer Pressen um bis zu 60 Prozent senken soll. Das "Efficient Hydraulic Forming" ist laut Unternehmen nachrüstbar. mehr

LPKF hat so viele Aufträge wie noch nie - Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr dagegen lassen noch viel Luft nach oben. - Bild: LPKF

LPKF meldet Auftragsrekord und Umsatzminus

Der Spezialmaschinenbauer LPKF vermeldet trotz Rekordzahlen bei Auftragseingang und -bestand im ersten Halbjahr ein Miunus bei Umsatz und Ergebnis. Dnenoch hält das Unternehmen an seinem Jahresziel fest. mehr



Suchen