02.01.2012 | Forschung & Entwicklung

Deutsche Unternehmen bleiben innovationsfreudig

Deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen melden Einschränkungen ihrer Innovationsaktivitäten, weil es an Fachkräften und Forschern mangelt, so der aktuelle DIHK-Innovationsreport (Bild: Fotolia).
Deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen melden Einschränkungen ihrer Innovationsaktivitäten, weil es an Fachkräften und Forschern mangelt, so der aktuelle DIHK-Innovationsreport (Bild: Fotolia).

Laut einer aktuellen DIHK-Umfrage arbeiten die Unternehmen hierzulande weiter hart an ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Der Innovationsreport zeigt aber auch, dass Fachkräftemangel und schwierige Finanzierungsbedingungen die Innovationsfreude trüben.

BERLIN (ks). Die Unternehmen hätten “zuletzt trotz konjunktureller Unsicherheiten ihr Engagement im Bereich Forschung und Innovation nochmals erhöht”, berichtete DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem “Handelsblatt” von den Ergebnissen der Untersuchung. “Allerdings gefährden Fachkräftemangel und Finanzierungsprobleme die bislang insgesamt positive Entwicklung”, so Driftmann weiter. Deutlich mehr als jedes zweite Unternehmen melde Einschränkungen seiner Innovationsaktivitäten, weil es an Fachkräften und Forschern mangele.

Der DIHK-Präsident warnte, die Beschaffung von Fremdkapital für Innovationsprojekte werde ebenfalls schwieriger. Ein Engpass für das Jahr 2012 sei hier nicht auszuschließen. Die Politik könne aber “einiges tun, um die Finanzierungssituation der Betriebe zu verbessern”, betonte Driftmann. “So sollte degressive AfA wieder eingeführt, die Unternehmensteuerreform korrigiert und der Rechtsrahmen für Beteiligungskapital verbessert werden.”

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Erhebung: Die Betriebe beurteilen die Forschungsförderung durch Bund und Länder positiv, bewerten die Maßnahmen der Europäischen Union dagegen deutlich kritischer. Auf EU-Ebene “bemängeln die Unternehmen umfangreiche Bürokratie, komplizierte und langwierige Antragsverfahren sowie ausufernde Berichtspflichten”, erläuterte Driftmann.

An der Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) beteiligten sich rund 1100 innovative Betriebe aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobil-, Metall- und der chemischen Industrie sowie aus Elektrotechnik und verschiedenen wissensintensiven Dienstleistungsbranchen.

Der DIHK bietet den kompletten Innovationsreport 2011 auf seiner Website zum Download.

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