20.01.2012 | Forschung & Entwicklung

Montagesysteme: Mit Pulver mobil beschichten

Mit der mobilen Pulverbeschichtungsanlage ist sowohl ein verketteter rekonfigurierbarer als auch ein unverketteter Betrieb innerhalb der Produktion möglich (Bild: IFF).
Mit der mobilen Pulverbeschichtungsanlage ist sowohl ein verketteter rekonfigurierbarer als auch ein unverketteter Betrieb innerhalb der Produktion möglich (Bild: IFF).

Das Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb hat ein mobiles Pulverbeschichtungsmodul für modulare Montagesysteme entwickelt.

Stuttgart (gk). Modulare Montagesysteme erfüllen die Anforderungen an eine wandlungsfähige Produktion ideal. Wandlungsbefähiger wie Mobilität, Kompatibilität, Modularität und Skalierbarkeit der Systemelemente erlauben eine Rekonfiguration des Systems, damit stets der optimale Betriebspunkt erreicht werden kann. Ein vom IFF entwickeltes modulares rekonfigurierbares Montagesystem, Kern der Lernfabrik für Advanced Industrial Engineering, besitzt diese Eigenschaften. Es wurde um ein Pulverbeschichtungsmodul, das sowohl voll integriert als auch selbständig betrieben werden kann, erweitert. Dadurch wird In-Assembly-Coating möglich. Pulverbeschichtungsanlagen gehen von einer zentralen Universalanlage aus, in der das Teilespektrum vorbehandelt und pulverbeschichtet wird. Das erfordert große und energieintensive Pulverbeschichtungskabinen, Vorbehandlungszonen und Konvektionsöfen. Zudem führt die zentrale Organisation zu Verschwendung im Auftragsdurchlauf aufgrund von Handlings- und Transportaufwendungen. Bei sinkenden Losgrößen, steigender Variantenvielfalt und kürzeren Modelllaufzeiten schränken die bestehenden Strukturen die Anpassungsfähigkeit von Fabriken stark ein. Ein neuer Ansatz ist das pistolenlose Pulverbeschichten mit einem elektrostatischen Fluidbett. Aufgrund der hohen Beschichtungsgeschwindigkeit und der sehr geringen Menge an Overspray kann ein hoher Teiledurchsatz bei gleichzeitiger Minimierung der Absaugtechnik erzielt werden. So wird Höchstleistung mit minimalem Ressourceneinsatz erreicht und es ergeben sich neue Integrationsmöglichkeiten in Produktions- und Beschichtungsmodule.

Weitere Aktuelle News

DIW: FuE wandert nicht aus Deutschland ab

Deutsche und ausländische Unternehmen haben hierzulande ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) seit 2001 um ein Drittel erhöht auf rund 45 Mrd Euro. Bild: Fotolia

Deutschland ist ein attraktiver Forschungsstandort: Deutsche und ausländische Unternehmen haben hierzulande ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) seit 2001 um ein Drittel erhöht auf rund 45 Mrd Euro. Seit 2007 investieren ausländische Unternehmen in Deutschland rund vier Mrd Euro mehr in FuE als deutsche Firmen im Ausland. mehr

Interview zur Digitalen Fabrik: „Wir brauchen virtuelle Erlebniswelten“

Prof. Dr.-Ing. Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg.

Was ist aus der Vision von der Digitalen Fabrik geworden? Darüber sprachen wir mit Prof. Dr.-Ing. Michael Schenk, dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg. von Sebastian Moser Herr Prof. Schenk, in den 1990er Jahren verknüpften Visionäre große Hoffnungen mit der Digitalen Fabrik. Was mehr

Völlig neuartiger Elektroantrieb in Entwicklung

Für den Rotor werden bisher im Motorbau unübliche Sinterwerkstoffe und CFK gewählt.

Unter dem Motto LEANTEC-Antrieb engagieren sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen und Thüringen mit dem Ziel, einen völlig neuartigen Elektroantrieb auf den Markt zu bringen. SAALFELD (sm). Die neue elektrische Antriebseinheit soll die technologische Lücke zwischen Direktantrieben und klassischen mehr

Technologiepark Augsburg: Mehr Ressourceneffizienz in der Produktion

Im Technologiepark Augsburg werden Faserverbundtechnologie, Luft- und Raumfahrt, Mechatronik und Automation und Umwelt- sowie Informations-und Kommunikationstechnologie zusammengeführt. Unternehmen, Investoren und Fachkräfte sollen von den Synergien profitieren. von Dietmar Poll AUGSBURG. „Der Standort dient dem Technologietransfer mehr



Anzeige

Suchen