05.07.2011 |

Österreichs F&E-Investitionen auf Rekordniveau

(Bild: sebastianreuter - Fotolia.com).

Österreich wird in diesem Jahr mehr als 8 Mrd Euro in Forschung und Entwicklung (F&E) investieren.

WIEN (ba). Im Jahr 2011 wird Österreich erstmals mehr als 8 Mrd Euro in Forschung und Entwicklung (F&E) investieren – so viel wie nie zuvor. Das geht aus dem Forschungs- und Technologiebericht 2011 hervor, den Infrastruktur-, Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium gemeinsam erarbeitet haben. Das Gesamtvolumen für F&E-Investitionen von 8,286 Mrd Euro setzt sich aus der öffentlichen Hand, vornehmlich des Bundes (38,7%), der Unternehmen (44,%) und dem Ausland (16%) zusammen. Der Rest entfällt auf gemeinnützige Vereine und öffentliche Körperschaften.

Die Forschungsquote der Alpenrepublik steigt von 2,78 auf 2,79% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Sie zählt zu den höchsten in Europa. Damit liegt Österreich – bezogen auf die Entwicklung der Forschungsquote in den letzten zehn Jahren – über den Durchschnittsraten der EU-15 und -27, der OECD-Staaten und seit 2009 auch der USA. Bis 2020 sollen die Investitionen in die Grundlagenforschung stark angehoben werden, so die Autoren des Forschungs- und Technologieberichts.

Einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der F&E-Quote hatte bereits in den Vorjahren die öffentliche Hand geleistet. Mit rund 3,211 Mrd Euro im laufenden Jahr werden die Ausgaben des öffentlichen Sektors um 4,5% gegenüber 2010 zunehmen. Die Gesamtinvestitionen für F&E liegen um 5% höher als im Vorjahr. Im März 2011 beschloss der österreichische Ministerrat die Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) mit dem Ziel, Österreich international als Innovationsführer zu etablieren. Zur Erreichung dieses Ziels sollen auch die Unternehmen stärker an den Gesamtforschungsausgaben beteiligt werden. Nach einem Rückgang im Jahr 2009 können in den Jahren 2010 und 2011 wieder Zuwächse bei den Forschungsausgaben der Unternehmen verzeichnet werden. Voraussichtlich 3,698 Mrd Euro wird der Unternehmenssektor in Forschung und Entwicklung investieren. Der Wert liegt 5,89% über dem des Vorjahres und steigt damit auch stärker an als das nominelle Bruttoinlandsprodukt (4,53%).

Österreich baute seine Unterstützung für Unternehmen auch während der Jahre der globalen Finanzkrise kontinuierlich aus. Dadurch wurden negative Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitsplätze begrenzt. Gleichzeitig konnte im Bereich angewandte Forschung ein Einbruch bei den F&E-Ausgaben verhindert werden. Die Forschungsprämie für forschende Unternehmen wurde per 2011 von 8 auf 10% erhöht.


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