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07.02.2012 | Aerospace
Airbus will neue Interessenten für Flugzeugfinanzierung gewinnen

Airbus sorgt sich angesichts der Zurückhaltung der Geschäftsbanken um die Zukunft der Flugzeugfinanzierung. Die EADS-Tochter will deshalb vermehrt andere potentielle Interessenten wie kommunale Fonds, Pensionsfonds und Versicherungsunternehmen dazu bewegen, in das Geschäft mit Flugzeugfinanzierungen einzusteigen.
LONDON (Dow Jones/ks)–Airbus will in diesem Jahr an diese Finanzunternehmen herantreten. Es gehe darum, ihnen die Vorteile darzulegen, ihre Langzeit-Verbindlichkeiten mit langfristigen Assets wie beispielsweise Flugzeugen zu unterfüttern, sagte Nigel Taylor, Vizepräsident Absatzfinanzierung bei EADS.
“Sie suchen eine langfristige Anlagemöglichkeit, deshalb sollten sie angezapft werden”, sagte Taylor zu Dow Jones Newswires. Einige neue Interessenten hätten sich bereits gefunden. So habe jüngst ein Investor aus dem Nahen Osten, dessen Namen er nicht nennen wollte, ein Flugzeuggeschäft unterstützt. Islamische Fonds könnten auch Interesse haben. Derzeit schließen deutsche und japanische Banken vermehrt die Lücken, die einige französische Institute mit ihrem Ausstieg hinterlassen haben.
Branchenvertreter sind der Ansicht, dass die Flugzeugfinanzierung auch 2012 schwierig werden könnte. Dies gelte vor allem für die Unternehmen, die nicht zu den liquidesten Airlines oder Leasinggesellschaften gehören. Neue Investoren und Unterstützung von staatlicher Seite seien deswegen notwendig.
Zum Jahresstart hat Airbus erneut von der Nachfrage nach Maschinen der A320-Familie profitiert. Insgesamt konnte die EADS-Tochter im Januar 91 neue Aufträge an Land ziehen. Davon entfielen 33 Order auf das spritsparende Modell A320neo. 18 Aufträge entfielen auf die A320 und 30 Order auf die A320 mit aerodynamisch optimierten Flügelenden, so genannten Sharklets. Ausgeliefert hat Airbus im Januar insgesamt 37 Flugzeuge.
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