10.01.2012 |

D&B: Zahlungsmoral besser

Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen steigt trotz Schulden- und Eurokrise weiter (Bild: Gina Sanders - Fotolia.com).

Das Zahlungsverhalten verbesserte sich im November ungeachtet der sich weiter verschärfenden Schuldenkrise erneut.

Gunnar Knüpffer

Präsentiert von der KfW-Bankengruppe

DARMSTADT. Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte D&B-Zahlungsindex stieg im November des Jahres 2011 leicht auf 87,65 (Oktober: 87,57) Punkte und rückte damit auf einen neuen Höchststand, wie D&B in Darmstadt mitteilte. Somit bezahlen die deutschen Unternehmen ihre Rechnungen trotz der Schuldenkrise in der Eurozone so pünktlich wie noch nie.
Der Geschäftsführer der D&B Deutschland GmbH, Thomas Dold, geht jedoch davon aus, dass damit jetzt erst einmal Schluss ist. „Es scheint, dass nun wirklich der Scheitelpunkt erreicht ist“, sagte der Geschäftsführer.
Dold rechnet jedoch nicht mit einem rapiden Rückgang der Zahlungsmoral. Aber das hohe Niveau dürfte angesichts der aktuellen Wirtschaftslage nicht zu halten sein, sagte der Geschäftsführer. „Wir sind an einem Punkt, an dem es wieder zu mehr Zahlungsverzug kommen wird.” Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in der Eurozone und der Wirtschaft habe zugenommen. Der D&B-Geschäftsführer  warnte davor, die Lage zu schlecht zu reden.  „Vorsicht und Bedacht sind gute Berater: Aber auch sie werden natürlich das Wachstum fürs kommende Jahr bremsen“, sagte Dold. „Wir sind jedoch derzeit weit davon entfernt, erneut in eine Krise zu geraten wie im Jahr 2009.”


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