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11.01.2012 |

Wenn die Energie-Effizienz im Bankgespräch zum Thema wird

Trotz aller Sparmaßnahmen wird in der Produktion immer noch zuviel Energie verbraucht (Bild: Rainer Plendl -  Fotolia.com).
Trotz aller Sparmaßnahmen wird in der Produktion immer noch zuviel Energie verbraucht (Bild: Rainer Plendl - Fotolia.com).

Immer häufiger müssen Unternehmer im Bankgespräch darstellen, wie sie ihre Energiekosten senken. Bei vielen Energieeffizienzmaßnahmen und Investitionen in erneuerbare Energien werden sie von der KfW Bankengruppe unterstützt.

Michael Vetter, Manfred Godek

Präsentiert von der KfW-Bankengruppe

LANDSBERG (gk). In den Unternehmen gehören die Energiekosten längst zu den tagesaktuellen Herausforderungen. Der Energieaufwand hat einen immer höheren Anteil an den Kosten des Endprodukts und bedroht die Wettbewerbsfähigkeit vor allem produzierender Unternehmen. Laut einer Studie der EBS Business School ist er mit 49,8 % der mit Abstand größte Kostentreiber und verantwortlich dafür, dass Renditeziele verfehlt werden.
Druck kommt auch von der Finanzierungsseite. Ratingagenturen bewerten die Energie-Effizienz unter dem Gesichtspunkt von Ertragsaussichten und Investitionssicherheit. Immer häufiger werden Unternehmen aber auch im „normalen“ Bankgespräch mit der Frage konfrontiert, wie sie den steigenden Kosten für den Maschinenbetrieb, die Heizung etc. entgegenwirken wollen. Neben der „Renaissance“ der erneuerbaren Energien spielt vor allem die Reduzierung des Verbrauchs eine wesentliche Rolle. Sie gilt nach wie vor als effizienteste Methode, strategische Wettbewerbsvorteile zu erlangen.
Während Politiker über den „großen Wurf“ diskutieren, findet die viel zitierte Energiewende „im kleinen“ längst statt. Immer mehr Unternehmen – zudem Privathaushalte und Kommunen – investieren in Maßnahmen zur Steigerung der Energie-Effizienz. Dämmungen werden verstärkt, Wärmerückgewinnungsanlagen gebaut und ältere Anlagen modernisiert. Firmen schließen sich zu regionalen „Clustern“ zusammen, tauschen Erfahrungen und Ideen aus, die anschließend in den einzelnen Betrieben umgesetzt werden.

Zum KfW-Special Energiewende

Viele dieser Maßnahmen erfolgen mit finanzieller Hilfe der KfW-Bankengruppe. Diese stellt als öffentlicher Kreditgeber ein umfangreiches Angebot zinsgünstiger Kredite sowohl für Investitionen in erneuerbare Energien als auch für Effizienzmaßnahmen zur Verfügung.
2010 floss jeder dritte vergebene Euro in Projekte zum Klima- und Umweltschutz, unter anderem 11,6 Mrd Euro für Energie-Effizienz und 11,4 Mrd Euro für erneuerbare Energien. „Entsprechenden Förderprogrammen wird zukünftig eine noch höhere Priorität als bisher eingeräumt“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Ulrich Schröder.
Welche Chancen in einer konsequenten Umsetzung solcher Konzepte liegen, zeigt zum Beispiel die Fraunhofer-Studie „Energieeffizienz in der Produktion“ auf. Nach ihr lässt sich in der industriellen Fertigung mittelfristig bis zu 30 % Energie sparen.
Wesentliche Schwerpunkte bei der Umsetzung des Ausstiegs aus der Kernenergie sieht die KfW-Bankengruppe darin, sowohl den Ausbau erneuerbarer Energien als auch den Ausbau der Stromnetze und Energiespeicher zu beschleunigen. Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) stellt sich diesen Herausforderungen und fördert im Rahmen der nationalen Klimaschutz-Initiative das Programm „Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ sowie weitere FuE-Vorhaben.
Bedarf erkennt in diesem Segment auch Rudolf Loibl, Unternehmensberater aus Straubing, der nach wie vor eine „Zurückhaltung der Banken gerade bei Venture-Capital-Finanzierungen im Zusammenhang mit der Energiewende“ sieht. Nach seiner Überzeugung müssten sich die Kreditinstitute „gerade vor dem Hintergrund dieses äußerst interessanten Marktes trotz der zugegeben oft schwierigen Umsetzung als risikobereite Partner profilieren“.

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