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22.02.2012 | IT & Software
Chinas Aufstieg vom Entwicklungs- zum Hightech-Land wird auf der CeBIT sichtbar

Auf der CeBIT in Hannover prägten bereits in den vergangenen Jahren Aussteller aus der VR China, Taiwan und Hongkong ganze Hallen. Während früher einfache Komponenten und Geräte im Fokus waren, stehen jetzt Hightech und der Aufbau eigener Marken im Vordergrund.
von Dr. Thomas Kiefer
Hannover (ilk). China ist mit fast 400 Ausstellern auf der CeBIT präsent. Das Shenzhen Science & Technology Development Exchange Center hat große Gemeinschaftsstände in den Hallen 16 und 17. Dort präsentiert sich die südchinesische Werkbank der Elektronik, wo ein Großteil der Weltproduktion hergestellt wird. Hinzu kommen weitere Gemeinschaftsstände der chinesischen Elektronikverbände in fast allen Messehallen. Kleine Aussteller zeigen eine Vielzahl von elektronischen Komponenten und Zubehör. Aber auch große chinesische Konzerne sind mit aufwändigen Ständen in Hannover vertreten. So wie Huawei (Halle 13 und im Freigelände), der zu den weltweit größten Telekom-Ausrüstern aufsteigen möchte. Bereits seit über zehn Jahren ist China die größte Exportnation von Elektronik. Über ein Viertel aller Elektronikexporte der Welt kommen von dort. Das gesamte Exportvolumen der chinesischen Elektro-Industrie betrug in den ersten zehn Monaten 2011 etwa 924 Mrd US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 13 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Noch schneller als die Exporte entwickelt sich der chinesische Binnenmarkt. Auf den chinesischen Markt werden 2015 rund 50 % der weltweiten Halbleiternachfrage entfallen, 2010 waren es etwa 40 %.
Aus Hongkong stellen 115 Unternehmen auf der CeBIT aus. Das Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) organisiert Gemeinschaftsstände in den Hallen 13 und 17. Die Unternehmen stellen vom Tablet PC über HTML5-Boxen und glasfreie 3D-Display-Technik bis hin zu Accessoires für Smartphones und iPads eine breite Palette neuer Produkte vor.
Während auf dem chinesischen Festland die großen Fertigungsbetriebe arbeiten, kommt aus dem benachbarten Taiwan zunehmend das Design. Taiwanesische Elektronikkonzerne versuchen weltweit Marken zu etablieren. Sie gelten in einigen Bereichen der Elektronik als Vorreiter. BenQ zeigt eine neuartige Blue-Laser-Technologie für Kurzdistanz-Projektoren, welche herkömmliche Quecksilberlampen überflüssig macht. Mit einer SmartEco-Technologie besteht bei verlängerter Lebensdauer der Lichtquelle eine Energie- und Kostenersparnisse von bis zu 50 %.
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