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01.03.2012 |

Maschinenbau-Aufträge gehen zum dritten Mal in Folge zurück

Dr. Ralph Wiechers schließt weitere Minusraten beim Auftragseingang nicht aus (Bild: Electriceye - Fotolia.com).
Dr. Ralph Wiechers schließt weitere Minusraten beim Auftragseingang nicht aus (Bild: Electriceye - Fotolia.com).

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Januar um 6% gesunken, nachdem in den Vormonaten zweistellige Rückgänge verbucht wurden. Der VDMA erwartet aber eine Stabilisierung im Jahresverlauf.

von Gunnar Knüpffer und Andreas Karius

FRANKFURT. Im Januar reduzierte sich der Eingang real um 6%. Das Auslandsgeschäft ging um 4 % zurück, das Inlandsgeschäft um 9%. “Dieser Rückgang kommt wieder einmal nicht überraschend, wir haben ein sehr hohes Vorjahresniveau im Januar 2011″, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Im Kurvenverlauf könnte sich zudem eine Bodenbildung bei den Aufträgen andeuten, so Wiechers. Üblicherweise folgen die Aufträgen den Indikatoren von Ifo und OECD mit einer Verzögerung von drei bis vier Monaten.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich November 2011 bis Januar 2012 ergibt sich insgesamt ein Minus von 9% im Jahresvergleich. Die Inlandsaufträge lagen mit 4% im Minus. Bei den Auslandsaufträgen gab es ein Minus von 12%.

Auf Grund der Rückgänge im vergangenen Jahr hatte der VDMA bei der Jahres-Pressekonferenz seine Prognose für den Produktions-Index von 4% auf 0% reduziert. Für das zweite Halbjahr 2012 ist der VDMA aber angesichts wieder anziehender Frühindikatoren “generell optimistisch gestimmt”, so Wiechers und erwartet nach leichten Minusraten im ersten Halbjahr und Zuwachsraten im zweiten Halbjahr insgesamt eine Stagnation für 2012. Wiechers schloss aber für die kommenden Monate Minusraten im Vorjahresvergleich nicht aus.

Bei den Maschinenbau-Exporten verbucht der VDMA für das Jahr 2011 ein Plus von 14%, wobei Inland und Ausland in etwa gleich stark wuchsen. Die wichtigsten drei Märkte China, Frankreich und die USA lagen laut Wiechers alle über dem Durchschnitt. Die Exporte nach China und in die USA stiegen dabei um mehr als 20%, die Ausfahren nach Frankreich um etwa 15%. China wuchs vor allem in der ersten Jahreshälfte, danach drosselte die chinesische Regierung die Einfuhren vor allem über Geldpolitik. Die Ausfuhren in die USA wuchsen dagegen laut Wiechers gleichmäßig über das ganze Jahr.

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