szmtag

14.06.2011 |

BDI erhöht deutsche Exportprognose 2011

Die weltweite Nachfrage nach deutschen Produkten sei enorm, vor allem nach Autos, Elektroprodukten sowie Maschinen (Bild: BMW).
Die weltweite Nachfrage nach deutschen Produkten sei enorm, vor allem nach Autos, Elektroprodukten sowie Maschinen (Bild: BMW).

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat seine Exportprognose deutlich erhöht. Statt um 7,5% wie bisher prognostiziert, sollen die Ausfuhren in diesem Jahr um satte 11% wachsen und bleiben damit auf Rekordniveau.

BERLIN (Dow Jones/ks)–Zuletzt hatte der BDI mit einem Anstieg der deutschen Exporte um etwa 7,5% gerechnet. Für das kommende Jahr geht der BDI von einem Anstieg der deutschen Ausfuhren um rund 8% bis 9% aus. Das erklärte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel am Dienstag in Berlin zum aktuellen BDI-Außenwirtschaftsreport.

“Der Anteil der deutschen Industrie am Welthandel wächst auch im laufenden Jahr”, stellte Keitel fest. Die deutschen Exporte werden somit stärker als der Welthandel zulegen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechne gegenwärtig mit einem Wachstum des Welthandels um 7,4%.

Allerdings werde jedes zehnte Exportgeschäft durch Handels- und Investitionshemmnisse beschränkt, kritisierte Keitel. Zu den Hemmnissen gehörten etwa Exportrestriktionen für Rohstoffe in China und Indien, langwierige und teure Zollverfahren in Russland sowie Beschränkungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge in Brasilien. Der Zugang gerade zu diesen Ländern werde für die deutsche Exportwirtschaft jedoch immer wichtier.

Bereits jetzt machten die deutschen Exporte nach Brasilien, Russland, Indien und China rund 8,5% der deutschen Exporte aus und die Tendenz sei steigend. “Für die exportorientierte Industrie ist freier Marktzugang entscheidend”, sagte der BDI-Präsident. Bei den deutschen Importen erwartet der Industrieverband im laufenden Jahr einen Anstieg um rudn 9% und im kommenden Jahr um rund 7% bis 8%.

Weitere Aktuelle News

Der Index für die Eurozone blieb im Juli mit 51,8 auf dem Stand von Juni. Damit erfüllte sich die Erwartung von Volkswirten eines leichten Anstiegs auf 51,9 nicht. - Bild: Dreaming Andy/Fotolia

Eurozone-Industrie vor Stagnation

Die Erholung in der Eurozone setzt sich nach Einschätzung der Einkaufsmanager in der Industrie mit stark gebremsten Tempo fort, doch die Anzeichen für eine Stagnation ausgelöst durch politische Unsicherheiten mehren sich. mehr

Der VDMA geht nur noch von einem Plus von einem Prozent statt der im Oktober 2013 genannten drei Prozent aus. Grund sei die eingetrübte Wirtschaftsstimmung in vielen Ländern, was sich in weniger Aufträgen bemerkbar mache. - Bild: alterfalter-fotolia

VDMA senkt Jahresprognose

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat seine Prognose für das Wachstum in diesem Jahr zurückgenommen. Er geht nur noch von einem Plus von einem Prozent statt der im Oktober 2013 genannten drei Prozent aus. mehr

Anzeige

Eric Schweitzer:

DIHK warnt vor Investitionslücke in Deutschland

Der Wirtschaftsstandort Deutschland leidet unter einer Investitionslücke von rund 80 Milliarden Euro jährlich oder umgerechnet drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. mehr

Hans-Werner Sinn:

Sorge um Krisenherde dämpft Ifo-Geschäftklima kräftig

Ifo-Geschäftsklimaindex im Sinkflug. Die Furcht vor harschen Russland-Sanktionen und der kriegerische Konflikt in Israel belasten die Stimmung in den deutschen Unternehmen stärker als erwartet. mehr



Suchen