szmtag

Firmen

25.01.2011 |

BDI erwartet 2011 für Deutschland 2,5% Wachstum

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht für das Jahr 2011 weiterhin günstige konjunkturelle Perspektiven für Deutschland und rechnet mit einer Fortsetzung des Aufschwungs.

BERLIN (Dow Jones)–”Der BDI hält einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 2,5% im laufenden Jahr für möglich”, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel am Dienstag in Berlin bei der Jahresauftaktpressekonferenz seines Verbandes.

Der im vorangegangenen Jahr aufgebaute Schwung schlage auch noch auf das laufende Jahr durch. “Die Auftragsbücher sind größtenteils gut gefüllt”, sagte Keitel. Zwar werde die Dynamik der Weltwirtschaft etwas nachlassen und dementsprechend die deutschen Exporte weniger stark wachsen. “Unterm Strich bringt der Außenhandel aber weiter positive Impulse, vor allem für die Investitionen”, sagte Keitel. Der BDI rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg der deutschen Ausfuhren um 7,3% und der Importe um rund 7%.

Durch die gestiegene Kapazitätsauslastung gewännen jetzt Erweiterungsinvestitionen an Bedeutung. Die günstige Arbeitsmarktlage und die verbesserten Beschäftigungsaussichten dürften zudem den privaten Konsum beflügeln.

“Allerdings gibt es eine Reihe von Gefahrenquellen für die deutsche Wirtschaft”, warnte der BDI-Präsident. Dazu zählten der Wechselkurs des Euro sowie die notwendige Sicherheit bei der Energie- und Rohstoffversorgung. Die Preise von Rohstoffen und der Zugang zu Seltenen Erden bildeten zunehmend einen erheblichen Engpass für deutsche Unternehmen. Die Risiken könnten aus BDI-Sicht aber eher in der mittleren Frist virulent werden.

“Die Wirtschaft erholt sich, aber das finanzielle Umfeld ist nicht nachhaltig”, sagte Keitel. Von gesunden Verhältnissen auf den Finanzmärkten könne keine Rede sein. Der BDI-Präsident forderte die Einführung verbindlicher Schuldenregeln in die nationalen Verfassungsrechte, da die bisherigen Regelungen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes die Überschuldung nicht hätten verhindern können. Zudem wird sich nach Einschätzung von Keitel eine stärkere Abstimmung der Finanz-, Wirtschafts- und Haushaltspolitik in der EU nicht vermeiden lassen. “Ein zu hohes Maß an direkten Eingriffen vonseiten der Regierungen lehnen wir jedoch ab”, betonte der BDI-Präsident.

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Deutschland habe derzeit kein fundamentales Problem. Das Problem ist die Eurozone, wir sehen dass die großen Volkswirtschaften da vor sich hin dümpeln. - Bild: Dreaming Andy/Fotolia

Volkswirte sehen deutschen Wachstumskurs nur unterbrochen

Der vom Statistischen Bundesamt vermeldete Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) hat Befürchtungen genährt, Deutschland könnte seine Funktion als europäische Wachstumslokomotive verlieren. mehr

Eric Schweitzer:

Deutschland fehlen Millionen Technikfacharbeiter bis 2020

Bis 2020 werden in Deutschland rund 1,4 Millionen Facharbeiter in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen fehlen. Zu diesem Ergebnis komm ein Positionspapier des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). mehr

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn:

Weltwirtschaftsklima zeigt sich trotz Krisen aufgehellt

Das Weltwirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal nach einer Erhebung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung aufgehellt gezeigt. Der Ifo-Index für die Weltwirtschaft stieg auf 105,0 von 102,3 Punkten im Vorquartal. mehr

Der Ifo-Index für die Wirtschaft im Euroraum sank im dritten Quartal um 4,1 Punkte auf 118,9, nachdem er zuvor mit 123,0 Zählern den höchsten Stand seit Ende 2007 erreicht hatte. - Bild: Fotolia/Kleemann

Wirtschaftsklima in der Eurozone verdunkelt sich

Das Wirtschaftsklima in der Eurozone hat sich laut einer Ifo-Umfrage deutlich eingetrübt, ausgelöst durch die Sorge um steigende Energiepreise und Einschränkungen beim Export durch den Ukraine-Konflikt. mehr



Suchen