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14.11.2011 |

BDI warnt vor Exportrückgang

Die Euro-Krise, ein möglicherweise schwächeres Wachstum in China und die Nachfrageschwäche in den USA belasten die Exportprognose des BDI (Bild: Mirko Meier - Fotolia.com).
Die Euro-Krise, ein möglicherweise schwächeres Wachstum in China und die Nachfrageschwäche in den USA belasten die Exportprognose des BDI (Bild: Mirko Meier - Fotolia.com).

Angesichts rückläufiger Auslandsaufträge rechnet der BDI im vierten Quartal erstmals seit dem Frühjahr 2009 wieder mit rückläufigen Ausfuhren.

BERLIN (ks). Für das laufende Jahr geht der BDI aufgrund des kräftigen Exportwachstums bis zum Ende des dritten Quartals von einem Wachstum in Höhe von rund 10% aus. “Die Konjunkturaussichten trüben sich weltweit ein. Unabhängig davon wird die Wachstumsschwäche im Euroraum die deutsche Exportdynamik spürbar beeinflussen”, sagte Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. “Die Regierungen im Euro-Raum müssen die Spirale der Verunsicherung auf den Finanzmärkten durchbrechen und die Konsolidierung der Staatsfinanzen energisch vorantreiben. Nur dann wird die exportorientierte deutsche Wirtschaft weiter wachsen.”

Zuletzt hat die Nachfrage aus dem EU-Raum wegen der Eurokrise nachgelassen. Die deutschen Ausfuhren in die 17 Euroländer sind im dritten Quartal um rund 5% gesunken, in die europäischen Länder um rund 3%. Ihre Exporte in außereuropäische Länder konnte die deutsche Industrie hingegen mit rund 7% deutlich steigern.

Für das nächste Jahr rechnet der BDI aufgrund der weltwirtschaftlich gestiegenen Risiken mit einem deutlich schwächeren Wachstum der Exporte als 2011. Dazu zählen unter anderem die zu erwartende weitere Schwächung der Nachfrage in den Euroländern, eine mögliche Drosselung des Wachstums in China und anderen Ländern Asiens sowie die weiterhin bestehende Wachstumsschwäche der US-Wirtschaft.

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