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22.12.2011 |

BMF: Konjunkturabschwächung lediglich vorübergehend

Jörg Asmussen betont, "dass derzeit lediglich von einer vorübergehenden konjunkturellen Abschwächung auszugehen ist." Bild: BMF
Jörg Asmussen betont, "dass derzeit lediglich von einer vorübergehenden konjunkturellen Abschwächung auszugehen ist." Bild: BMF

Deutschland steht nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums (BMF) vor einer deutlichen Wachstumsabschwächung, die aber lediglich als vorübergehend eingeschätzt wird. Finanz-Staatssekretär Jörg Asmussen warnt vor Haushaltsrisiken wegen der Schuldenkrise.

BERLIN (DJ/ilk). “Die aktuellen Wirtschaftsdaten deuten auf eine spürbare Abschwächung der konjunkturellen Dynamik im Winterhalbjahr hin”, erklärte das BMF. Hierzu könne insbesondere eine ruhigere Gangart in der Industrie beitragen. Unter Verweis auf die aktuelle Entwicklung der vorlaufenden Stimmungsindikatoren betonte das Ministerium jedoch, “dass derzeit lediglich von einer vorübergehenden konjunkturellen Abschwächung auszugehen ist, die sich an eine dynamische gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den Sommermonaten dieses Jahres anschließen würde”.

Asmussen sprach von einem erfreulichen Haushaltsvollzug für das Jahr 2011, in dem sich die Nettokreditaufnahme “im Ergebnis voraussichtlich auf rund 20 Mrd Euro belaufen” werde. Diese positiven Entwicklungen dürften aber nicht den Blick dafür trüben, dass eine Fortsetzung der Konsolidierungsanstrengungen unverändert dringlich sei. “Die sich abschwächende Konjunktur, mögliche Zinsänderungen und auch die weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung der Staatsschuldenkrise einiger europäischer Staaten bergen erhebliche Risiken für den Bundeshaushalt”, warnte er. Das Finanzministerium erklärte weiter, die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Frühindikatoren deuteten darauf hin, dass die deutsche Exportdynamik weiter an Tempo verlieren dürfte. Allerdings deute das aktuelle Indikatorenbild tendenziell auf eine weiterhin günstige Entwicklung der privaten Konsumausgaben hin.

Das BMF sagte zudem einen Rückgang der Teuerungsrate voraus. Zwar könnte der Preisniveauanstieg auf den vorgelagerten Stufen der Produktionskette zunehmend auf die Verbraucherstufe durchwirken, und der binnenwirtschaftliche Preisdruck könnte bei einem fortgesetzten Anstieg der Lohnstückkosten etwas zunehmen. “Insgesamt zeichnet sich jedoch für die kommenden Monate eine leichte Entspannung des Preisklimas ab”, betonte das BMF und erklärte, der importierte Preisdruck dürfte weiter nachlassen.

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