05.04.2012 |

Deutsche Ausfuhren machen Sprung am Jahresende

Auch die USA melden sich als Abnehmer von Produkten "made in Germany" kraftvoll zurück (Bild: Tortenboxer - Fotolia.de).

Die deutschen Unternehmen haben die Exporte in ihre drei wichtigsten Partnerländer im vierten Quartal deutlich gesteigert. Trotz nachlassender Konjunktur kletterten die Ausfuhren nach Frankreich, Großbritannien und die Niederlande im Vergleich zum letzten Quartal 2010 deutlich.

WIESBADEN (Dow Jones/ks)–Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes zogen die Bestellungen aus Frankreich und Großbritannien mit 8,9% und 8,4% stärker an als die Orders aus den Niederlanden. Das Plus beträgt hier 2,3%. Das Nachbarland im Westen ist das einzige unter den wichtigen EU-Handelspartnern, das mehr Produkte an die Exportmacht Deutschland lieferte als es eingeführt hat.

Die schwierige Lage Italiens zeigt sich auch an den gesunkenen Bestellungen aus Deutschland. Während in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 stets ein Plus zum Vorjahr verbucht werden konnte, wurden im vierten Quartal deutlich weniger Güter Richtung Süden verkauft. Die wichtigen Schwellenländer Brasilien und China waren am Ende des Jahres eine sichere Bank für die deutsche Industrie. Die Ausfuhren lagen deutlich über dem Niveau des letzten Quartals 2010.

Auch die Bestellungen aus den USA zogen im vierten Quartal kräftig um mehr als 12% an und übertrafen damit die Hoffungsmärkte China und Brasilien.

Insgesamt legten die deutschen Exporte zwischen Oktober und Dezember um 5,6% zu.


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