szmtag

05.03.2012 |

Deutsche Exportunternehmen erwarten Wachstum

Immerhin noch 3% Exportwachstum erwarten die deutschen Unternehmen nach einem Plus von 11,4% im vergangenen Jahr (Bild: Angelika Bentin - Fotolia.com).
Immerhin noch 3% Exportwachstum erwarten die deutschen Unternehmen nach einem Plus von 11,4% im vergangenen Jahr (Bild: Angelika Bentin - Fotolia.com).

Deutsche Exportunternehmen blicken zuversichtlicher in die Zukunft. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet ein weiteres Wachstum des deutschen Außenhandels in den kommenden Monaten.

BERLIN (ks). „Die Aussichten für die deutsche Exportindustrie werden besser. Für 2012 erwarten wir einen Anstieg der Exporte von drei Prozent plus x“, kommentierte Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, den neuen BDI-Außenwirtschafts-Report am Sonntag in Berlin.

„Zum Jahreswechsel standen noch die Risiken im Vordergrund, jetzt hat sich die Stimmung aufgehellt“, sagte Kerber. Die Einigung der Euroländer auf ein Rettungspaket für Griechenland habe die Finanzmärkte beruhigt, die Wirtschaft der USA entwickle sich besser als erwartet. Die Impulse aus Asien hätten etwas nachgelassen, stimulierten aber weiterhin die deutschen Exporte.

Die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft komme nicht nur Deutschland zugute. „Die wachsende Industrieproduktion in Deutschland treibt die Nachfrage nach ausländischen Gütern. Davon profitieren viele Länder in und außerhalb der Europäischen Union“, betonte Kerber. Mit einem Wachstum von 13,1% im Jahr 2011 haben die Importe kräftiger zugelegt als die Exporte (+ 11,4%). Der deutsche Handelsbilanzüberschuss ist 2011 im Verhältnis zu den Gesamtexporten gesunken und lag bei 14,9% (2010: 16,3%, 2009: 17,3%).

(ursprüngliche Fassung von 09:52)

BERLIN (Dow Jones/ks)–Die Stimmung in den Unternehmen habe sich seit der Jahreswende bereits gebessert und in diesem Jahr sollen die Exporte um mehr als 3% ansteigen. Das seien Kernaussagen des noch unveröffentlichten Außenwirtschafts-Report des Verbands, der der Welt exklusiv vorliege. “Die Aussichten für die deutsche Exportindustrie werden besser”, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber der Zeitung. “Für das Jahr 2012 erwarten wir einen Anstieg der Exporte von drei Prozent plus x.” Im vergangenen Jahr hatten die Ausfuhren um 11,4% zugelegt, gegen Ende des Jahres hatte sich das Wachstum allerdings abgeschwächt.

Seit Ende vergangenen Jahres habe sich die Stimmung bei den Exporteuren allerdings wieder erheblich verbessert, schrieben die Autoren des Berichts. Dazu trage die Einigung der Euro-Länder auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland bei. Aber auch das überraschend kräftige Wachstum in den USA stimme die Unternehmen zuversichtlich. Der niedrige Wechselkurs des Euro helfe den deutschen Unternehmen zusätzlich beim Verkauf ihrer Güter ins Ausland.

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Deutschland habe derzeit kein fundamentales Problem. Das Problem ist die Eurozone, wir sehen dass die großen Volkswirtschaften da vor sich hin dümpeln. - Bild: Dreaming Andy/Fotolia

Volkswirte sehen deutschen Wachstumskurs nur unterbrochen

Der vom Statistischen Bundesamt vermeldete Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) hat Befürchtungen genährt, Deutschland könnte seine Funktion als europäische Wachstumslokomotive verlieren. mehr

Eric Schweitzer:

Deutschland fehlen Millionen Technikfacharbeiter bis 2020

Bis 2020 werden in Deutschland rund 1,4 Millionen Facharbeiter in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen fehlen. Zu diesem Ergebnis komm ein Positionspapier des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). mehr

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn:

Weltwirtschaftsklima zeigt sich trotz Krisen aufgehellt

Das Weltwirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal nach einer Erhebung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung aufgehellt gezeigt. Der Ifo-Index für die Weltwirtschaft stieg auf 105,0 von 102,3 Punkten im Vorquartal. mehr

Der Ifo-Index für die Wirtschaft im Euroraum sank im dritten Quartal um 4,1 Punkte auf 118,9, nachdem er zuvor mit 123,0 Zählern den höchsten Stand seit Ende 2007 erreicht hatte. - Bild: Fotolia/Kleemann

Wirtschaftsklima in der Eurozone verdunkelt sich

Das Wirtschaftsklima in der Eurozone hat sich laut einer Ifo-Umfrage deutlich eingetrübt, ausgelöst durch die Sorge um steigende Energiepreise und Einschränkungen beim Export durch den Ukraine-Konflikt. mehr



Suchen