szmtag

Firmen

07.10.2010 |

Deutsche Produktion steigt im August stärker als erwartet

Die Produktion im produzierenden Gewerbe Deutschlands hat im August stärker als erwartet zugelegt.

BERLIN (Dow Jones/ks)–Wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, erhöhte sich die Erzeugung gegenüber Juli um 1,7%. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen nur einen Anstieg um 0,7% vorausgesagt. Der Produktionsanstieg im Juli von 0,1% wurde bestätigt.

Aus Sicht der BMWi-Experten hat die Produktion im produzierenden Gewerbe im August nach der ruhigeren Entwicklung in den beiden Vormonaten wieder an den Erholungsprozess des ersten Halbjahres angeknüpft. Die Impulse dafür seien aus der Industrieproduktion gekommen, die im August um 1,8% stieg.

Nach der ungewöhnlich starken Dynamik im zweiten Quartal habe sich der Aufwärtstrend erwartungsgemäß abgeschwächt. “Er dürfte aber angesichts der verbesserten Auftragslage und weiterhin zuversichtlichen Geschäftserwartungen der Unternehmen anhalten”, hieß es vom Bundeswirtschaftsministerium.

Innerhalb der industriellen Hauptgruppen konnten im August die Hersteller von Investitionsgütern ihre Produktion am deutlichsten um 2,6% erhöhen. Die Produzenten von Vorleistungsgütern hatten eine um 1,6% umfangreichere Produktion. Die Konsumgüterhersteller steigerten ihre Produktion um 0,6%, wobei der Anstieg bei den Gebrauchsgüterproduzenten bei 2,4% und bei den Verbrauchsgüterherstellern bei 0,2% lag. Im Energiesektor wurde der Ausstoß um 1,2% ausgeweitet. Im Bauhauptgewerbe war demgegenüber ein Rückgang der Erzeugung um 0,4% zu verzeichnen.

Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni nahm die Erzeugung im produzierenden Gewerbe preis- und saisonbereinigt um 0,7% zu. Der Produktionsanstieg wurde dabei vor allem von der Industrieproduktion getragen, die um 0,8% stieg.

Innerhalb der Industrie steigerten die Investitionsgüterproduzenten ihre Produktion um 0,3%. Die Hersteller von Vorleistungsgütern erhöhten ihre Erzeugung um 1,1% und die Produzenten von Konsumgütern um 1,0%. Im Bauhauptgewerbe hat die Erzeugung in der Zweimonatsbetrachtung um 0,4% zugenommen.

Ihr Vorjahresniveau überschritt die Erzeugung im produzierenden Gewerbe im Juli/August arbeitstäglich bereinigt um 10,8%. Die Industrieproduktion lag um 12,5% über dem Vorjahr. Die Investitionsgüterproduzenten produzierten 13,3%, die Vorleistungsgüterhersteller 15,4% und die Konsumgüterhersteller 5,1% mehr als im Vorjahr. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe lag um 3,4% über dem Stand des Vorjahres.

Anzeige

Weitere Aktuelle News

Im Juli stagnierte der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Die Inlandsnachfrage verfehlte ihr Vorjahresniveau um sechs Prozent. - Bild: Hochschule München

VDMA: Auslandsorder im Plus, Inlandsorder im Minus

Der Auftragseingang der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer hat im Juli auf Jahressicht stagniert. Das Inlandsgeschäft sank um sechs Prozent, das Auslandsgeschäft lag um vier Prozent höher. mehr

Deutschland habe derzeit kein fundamentales Problem. Das Problem ist die Eurozone, wir sehen dass die großen Volkswirtschaften da vor sich hin dümpeln. - Bild: Dreaming Andy/Fotolia

Volkswirte sehen deutschen Wachstumskurs nur unterbrochen

Der vom Statistischen Bundesamt vermeldete Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) hat Befürchtungen genährt, Deutschland könnte seine Funktion als europäische Wachstumslokomotive verlieren. mehr

Anzeige

Eric Schweitzer:

Deutschland fehlen Millionen Technikfacharbeiter bis 2020

Bis 2020 werden in Deutschland rund 1,4 Millionen Facharbeiter in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen fehlen. Zu diesem Ergebnis komm ein Positionspapier des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). mehr

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn:

Weltwirtschaftsklima zeigt sich trotz Krisen aufgehellt

Das Weltwirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal nach einer Erhebung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung aufgehellt gezeigt. Der Ifo-Index für die Weltwirtschaft stieg auf 105,0 von 102,3 Punkten im Vorquartal. mehr



Suchen