08.12.2010 | Konjunktur
Deutsche Produktion steigt im Oktober stärker als erwartet
Die Erzeugung im produzierenden Gewerbe in Deutschland hat sich im Oktober deutlicher erhöht als von Experten erwartet.
BERLIN (Dow Jones/ks)–Wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am Mittwoch auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, stieg die Produktion im Oktober im Vergleich zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um 2,9%. Von Dow Jones Newswires befragte Bankvolkswirte hatten lediglich einen Zuwachs um 0,8% prognostiziert. Ausschlaggebend für die aktuelle Entwicklung war laut BMWi eine Zunahme der Industrieproduktion um 3,2%. Aber auch im Bauhauptgewerbe wurde die Produktion um 1,3% erhöht, während die Energieerzeugung um 0,3% sank. Innerhalb der Industrie meldeten die Hersteller von Investitionsgütern mit plus 4,6% den größten Zuwachs, während die Hersteller von Vorleistungsgütern ihre Produktion um 2,9% ausweiteten und die Produktion von Konsumgütern um 0,8% wuchs.
Im Vormonat September nahm die Produktion in revidierter Rechnung um 1,0% ab, nachdem das BMWi zunächst einen vorläufigen Rückgang um 0,8% ausgewiesen hatte. Auf Jahressicht legte die Produktion im Oktober um 8,1% zu, arbeitstäglich bereinigt erhöhte sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,7%. Für September revidierte das Ministerium die Steigerung im Vorjahresvergleich auf 7,8% (vorläufig: plus 7,9%).
In dem laut dem Ministerium aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich September/Oktober gegenüber Juli/August erhöhte sich die Erzeugung im produzierenden Gewerbe preis- und saisonbereinigt um 1,1%. Der Anstieg wurde laut den Angaben maßgeblich durch eine Ausweitung der Industrieproduktion um 1,6% getragen. Im Bauhauptgewerbe nahm die Erzeugung um 0,4% zu. Ihr Vorjahresniveau überschritt die Produktion im produzierenden Gewerbe im September/Oktober arbeitstäglich bereinigt um 9,6%. Die Industrieproduktion lag um 11,3% und die Bauproduktion um 4,6% über dem Stand von vor einem Jahr.
“Die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe bleibt aufwärts gerichtet”, erklärte das Wirtschaftsministerium. “Während das Bauhauptgewerbe sein seit dem Frühjahr erhöhtes Produktionsniveau hält, kommen die Impulse weiter aus der Industrie”, hob das BMWi hervor. Deren Aufwärtstendenz habe sich zwar nach dem starken ersten Halbjahr erwartungsgemäß abgeschwächt, sie falle aber nach wie vor recht kräftig aus.
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