06.02.2012 | Konjunktur

Deutscher Auftragseingang steigt dank starker Auslandsnachfrage

Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums deuten die aktuellen Zahlen auf ein baldiges Ende der konjunkturellen Schwächephase hin (Bild: imageteam - fotolia.com).
Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums deuten die aktuellen Zahlen auf ein baldiges Ende der konjunkturellen Schwächephase hin (Bild: imageteam - fotolia.com).

Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat im Dezember vor allem dank einer hohen Auslandsnachfrage nach Investitionsgütern etwas stärker als erwartet zugenommen.

FRANKFURT/BERLIN (Dow Jones/ks)–Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, erhöhten sich die Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7%. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Zuwachs von nur 1,0% prognostiziert.

Der Umfang an Großaufträgen war für einen Dezember unterdurchschnittlich. Der Anstieg der Bestellungen basierte auf der höheren Auslandsnachfrage von 4,3%, wobei die Nachfrage außerhalb des Euroraums um 12,3% anzog, während die Bestellungen aus der Eurozone um 6,8% zurückgingen. Die Inlandsaufträge schwächten sich um 1,4% ab. Die Nachfrage bei Investitionsgüterherstellern kletterte um 2,8% und die nach Konsumgütern um 1,9%, während die Auftragseingänge der Vorleistungsgüterproduzenten unverändert blieben.

Im Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober gingen die Industrieaufträge um 1,7% zurück. Die Auslandsbestellungen schwächten sich mit minus 2,1% stärker ab als die Inlandsbestellungen mit minus 1,2%. Im vierten Quartal insgesamt ergab sich gegenüber dem Vorquartal ein Auftragsrückgang um 1,4%. Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums bleiben die Aussichten für die Industrieproduktion “vorerst verhalten”. “Gleichwohl deutet die weitere Aufhellung der Stimmung der Unternehmen zu Beginn dieses Jahres auf ein sich abzeichnendes Ende der Schwächephase hin”, befand das Ministerium.

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