26.07.2011 | Elektroindustrie

Deutschland: 16 % mehr Elektro-Exporte

ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann: „Die Branchenausfuhren lagen 16 Prozent über ihrem entsprechenden Vorjahreswert.“
ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann: „Die Branchenausfuhren lagen 16 Prozent über ihrem entsprechenden Vorjahreswert.“

Nach Berechnungen des ZVEI bleiben die Exporte der deutschen Elektroindustrie auf Rekord-Kurs: Im Mai beliefen sich die Ausfuhren auf insgesamt 13 Mrd. Euro.

BERLIN (sp). „Dies war der höchste Ausfuhrwert, der jemals in einem Mai erreicht wurde“, betonte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Die Branchenausfuhren lagen damit noch einmal 16 Prozent über ihrem entsprechenden Vorjahreswert.“ In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stiegen die Elektroexporte um 14 Prozent gegenüber Vorjahr auf 62 Mrd. Euro und haben damit ebenfalls einen neuen Rekord aufgestellt. Bedingt durch die nicht gelösten Schuldenprobleme in der Eurozone – aber auch in den USA – haben sich die Exporterwartungen der Elektrounternehmen im Juli abgeschwächt. Der Saldo aus guten und schlechten Beurteilungen sank von 18 auf elf Prozent. „Er bleibt aber weiter oberhalb der Expansionsschwelle“, sagte Dr. Gontermann.

Im Mai sowie auch kumuliert von Januar bis Mai 2011 haben vor allem die deutschen Elektroexporte nach China (plus 37 Prozent bzw. plus 28 Prozent ggü. Vorjahr), aber auch die Ausfuhren in die USA (plus 31 Prozent bzw. plus 26 Prozent) überdurchschnittlich zugenommen. Beide Länder nehmen jeweils sieben Prozent der gesamten Branchenexporte auf.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland sind im Mai lediglich um ein Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere ein Rückgang der Einfuhren aus Südostasien um sechs Prozent. 45 Prozent aller deutschen Elektroimporte kommen aus dieser Region. „Von Januar bis Mai übertrafen die gesamten Einfuhren ihr Vorjahreslevel aber noch um acht Prozent“, unterstrich Dr. Gontermann.

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